Der subjektive Blick: Die besten Filme der 63. Berlinale


Allein zu zweit im Wald. Foto: Scott Gardner

Allein zu zweit im Wald. Foto: Scott Gardner

Peter Correll:
Kaum zu glauben, aber die Berlinale neigt sich schon wieder ihrem Ende zu. Traditionell gab es sowohl Glücksgefühle auslösende Erzählkunst als auch einige ewig währende Einstellungen mit schweigenden Darstellern. Ob das jetzt Kunst war oder dem Drehbuchautor keine Dialoge eingefallen sind, sei dahingestellt. Berlinale eben. Ein emotionales und tieftrauriges Highlight hat das Festival mit dem belgischen „The Broken Circle Breakdown“ erlebt. Zudem glänzte Joshua Oppenheimers Doku „The Act of Killing„, während sich Paul Rudd und Emile Hirsch im feinhumorigen „Prince Avalanche“ in die Herzen der Zuschauer gespielt haben. Den Goldenen Bären gewinnt der polnische „In The Name Of„, in dem die Probleme eines homosexuellen Priesters beleuchtet werden.

Greta Gerwig begeistert in "Frances Ha". Foto: © 2012 Pine District, LLC

Greta Gerwig begeistert in "Frances Ha". Foto: © 2012 Pine District, LLC

Denis Demmerle:
Berlinale-Chef Dieter Kosslick und Panorama-Leiter Wieland Speck wiesen schon im Vorfeld der 63. Berlinale auf die Renaissance des US-Indies hin. Sie sollten Recht behalten. Keine Filmnation sorgte auch nur annähernd für so viele wertvolle Festivalmomente wie die USA. Genannt seien mein persönlicher Bären-Favorit „Prince Avalanche„, der vielleicht letzte Soderbergh-Film „Side Effects“ im Wettbewerb, der leichtfüßige „Frances Ha“ von Noah Baumbach, mit seiner bezaubernden Hauptdarstellerin und Drehbuchschreiberin Greta Gerwig sowie Matt Porterfields einfühlsames Trennungsdrama „I used to be Darker„. Neben diesen Perlen überzeugten mich der sperrige „Vic et Flo ont vu un ours„, der unglaubliche Dokumentarfilm „The Act of Killing“ und das chilenische Drama „Gloria“ mit der herausragenden Paulina Garcia, die sich sicher bald über einen Bären in silber freuen darf. Über allem steht aber „The Broken Circle Breakdown“ von Felix van Groeningen. Ein Film, wie ein Hieb in die Magengrube, der kaum zu verdauen ist.

Ein Dank an dieser Stelle an unsere Partner: Das Berliner Fenster, in dem wir ebenso wie im ARD-Text unser Berlinale-Tagebuch präsentieren konnten. Und natürlich an tausche, die unsere fleissigen Autoren mit den schönsten Taschen der Berlinale ausgestattet haben.

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