"Wir steuern unseren Teil zur kulturellen Vielfalt Berlins bei"


Der Netzwerk-Verein der Berliner Filmfestivals Festiwelt veranstaltet gemeinsam die 1. Lange Nacht der Berliner Filmfestivals. Hier das Gründungsfoto von Festiwelt.

Die Gründungsmitglieder des Vereins der Berliner Filmfestivals Festiwelt.

Am 17. August steigt zum ersten Mal die “Lange Nacht der Berliner Filmfestivals” im Kino Zukunft am Ostkreuz. Das Festivalevent veranstaltet der Verein Festiwelt, in dem sich die Berliner Filmfestivals als Netzwerk organisieren. Im Interview spricht der Vereinsvorstand darüber, was das Publikum erwarten darf, erklärt, was Filmfeste leisten und zum Schluss stellen Anna Leonenko, Sebastian Brose, Manuela Georgiew und Thomas Zandegiacomo Del Bel ihren Beitrag zum Event vor.

Wie kam es zur Idee, eine “Lange Nacht der Filmfestivals” zu initiieren?
Anna Leonenko (Russische Filmwoche):
Die erste Idee kam noch bei einer der ersten Treffen des Festiwelts im Jahr 2010, als das Festiwelt noch kein eingetragenes Verein war. Wir selber waren von Vielfalt der Berliner Filmfestivalsszene fasziniert, wann jeder von uns erfahren hat, wie viele Filmfestivals rund um das ganze Jahr in Berlin stattfinden.
Thomas Zandegiacomo Del Bel (ZEBRA Poetry Film Festival): Nach den verschiedenen Partys während der Berlinale, schwebte schon lange die Idee im Raum, eine Sommerveranstaltung zu organisieren. Doch der genaue Name war noch nicht geboren. Dieses Jahr haben sich die Mitglieder von Festiwelt e. V. dazu entschieden, nach dem Vorbild der Museen und anderen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen eine Lange Nacht zu veranstalten. Der Sommermonat August schien hier der beste zu sein, da er genau zwischen dem letzten und ersten Festival liegt und eine Pause im Festivaljahr markiert. Mit dieser gemeinsamen Veranstaltung weisen die Berliner Filmfestivals auf die vergangenen und kommenden Events hin und bieten den Besuchern eine Möglichkeit zum direkten Gespräch mit den Festivalmachern.

Was hat das Publikum von Filmfestivals?
Manuela Georgiew (Kiezkieken):
Es hat die Möglichkeit viele unterschiedliche Filme, mit ihren jeweilig individuellen Blickwinkeln zu sehen. Diese Filme, die es oft woanders nicht zu sehen gibt, bearbeiten Themen mit denen sich die Zuschauer identifizieren können. Sie entdecken Neues und dieses Wissen leistet einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung.
Leonenko: Filmkunst ist das beste Mittel, Vorurteile abzubauen. Egal ob es um eine Nation oder um ein gesellschaftlich schwieriges Thema geht. Die hohe Konzentration von Filmfestivals in Berlin gibt den Berlinern die Möglichkeit, unterschiedliche Welten zu vergleichen und zu verstehen.
Zandegiacomo Del Bel: Das Publikum kann bei Filmfestivals Filme sehen, die sie im Kino oder gar Fernsehen nicht zu sehen bekommen. Überdies hat es die Möglichkeit die Filmschaffenden, Schauspieler und Schauspielerinnen direkt zu erleben. Das ist wohl einmalig bei einem Kinobesuch. Da die Filme meist ihre Premiere auf den Festivals feiern, ist das Publikum immer vorn dabei und erfährt die neuesten Trends und Entdeckungen. Unbekannte SchauspielerInnen können morgen schon Stars sein.

Seite: 1 2 3 4

12. August 2013 | In Sonstiges | Kommentare deaktiviert

Schlagwörter: , , , , ,

Comments are closed.