Australiens kulturelle Grenzgänger


Catriona McKenzies Spielfilmdebüt "Satellite Boy" eröffnet das Filmfestival Down Under Berlin im Kreuzberger Moviemento Kino. (c) Down Under Berlin

Catriona McKenzies Spielfilmdebüt "Satellite Boy" eröffnet das Filmfestival Down Under Berlin im Kreuzberger Moviemento Kino. (c) Down Under Berlin

Die dritte Auflage des australischen Filmfestivals Down Under Berlin, zeigt sich an altbekannter Wirkungsstätte – im Kreuzberger Moviemento. An vier Tagen widmet sich das Festival dem australischen und neuseeländischen Film, unter dem diesjährigen Motto: Kulturelle Grenzgänge des täglichen Lebens. Ein sehr breites Spektrum verschiedenster Genres summieren sich dieses Jahr zu einem Mammutprogramm von über 60 Filmen.

Dabei ist das alljährliche Leitmotiv des Festivals, insbesondere den indigenen Film in den Fokus zu stellen, gewahrt geblieben! Als Auftaktfilm wird Catriona McKenzies Spielfilmdebüt “Satellite Boy” am Donnerstagabend zu sehen sein. McKenzie, in Victoria Australien geboren und in Sydney Regie studiert, offeriert die Geschichte eines Jungen, der mit seinem Großvater in der Wüste in einem verlassenen Autokino lebt. Der 2012 entstandene Film zeigt die unweigerliche Suche des jungen Aborigenes Pete (Cameron Walby) nach seinen Wurzeln. Dass Pete dabei kultureller Grenzgänger im Australien des 21. Jahrhunderts wird, wird offenbar.

Darüber hinaus bietet das Programm den Zuschauern weitere Einblicke in den Alltag und die Kultur der Australischen Aborigines. Dokumentationen wie “Queen Of The Desert” (Alex Kelly) oder “The Hidden Gem” (Namratha Thomas) setzen sich nicht nur mit queeren Themen und individuellen Lebensmustern auseinander, sie zeigen die alltäglichen und meist sehr verschiedenen Welten zwischen der importierten westlichen Welt und der indigenen Kultur auf. Daneben sind wie gewohnt Abschlussarbeiten australischer Filmstudenten des Victorian College of the Arts in Melbourne, der Sydney Film School und der University of South Australia in Adelaide vertreten.

Zum ersten Mal bietet Down Under Berlin seinen Besuchern ein kulturelles Rahmenprogramm. Dieses umfasst die Live Installation Outback and Beyond von und mit Medienkünstler Grayson Cooke und Musiker Mike Cooper, verschiedene Gesprächsrunden und einen Comic Workshop. Eine weitere Neuerung ist die Eröffnungsparty in der Location Geist im Glas am Donnerstag Abend ab 22 Uhr – nur einen Katzensprung zum Moviemento entfernt gelegen. Am Freitag gibt, neben dem cineastischen Programm, die Australierin Anna Morley ein Konzert im Kino. Am letzten Festivaltag kürt Down Under seinen 2013er Gewinner. Über den Down Under Berlin Audience Award stimmt wie jedes Jahr das Publikum ab. Sicher reißt das dritte Down Under Grenzen ein und öffnet Horizonte, nicht nur bei Australienkennern!

Sven Bruelke

Down Under Berlin, von 12. bis 15. September im Kino Moviemento.
Mehr: www.downunderberlin.de

12. September 2013 | In Down Under Berlin | Kommentare deaktiviert

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