Wir sind das richtungweisende Festival in Sachen Jüdischer Film


Nicola Galliner hat das Jüdische Filmfestival vor 20 Jahren gegründet und leitet es seitdem erfolgreich. Foto: Andreas Sohn

Nicola Galliner hat das Jüdische Filmfestival vor 20 Jahren gegründet und leitet es seitdem erfolgreich. Foto: Andreas Sohn

Festivalleiterin Nicola Galliner hat sich nach der Eröffnung des 20. Jüdischen Filmfestival Berlin & Potsdam (JFFB) Zeit für unsere Fragen genommen. Im Interview erinnert sich Galliner an besondere und schwierige Momente der Festival-Historie.

Gerade hat das Jüdische Filmfestival im Potsdamer Hans Otto Theater seine Eröffnung mit der Deutschland-Premiere von „Fading Gigolo“ gefeiert. Wie wichtig ist ein solcher Auftakt für ein Festival?
Nicola Galliner:
Es ist vor allen Dingen erst einmal eine große Freude, mit einem Film wie „Fading Gigolo“ eröffnen zu können. Wenn es dann nach fast zehn Monaten Arbeit auch noch gelingt, den namhaften Regisseur und Hauptdarsteller John Turturro aus Hollywood nach Potsdam zu holen, dann ist das phantastisch. Und selbstverständlich wird dadurch automatisch ein sehr hohes Maß an Öffentlichkeit geschaffen.

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Das JFFB feiert sein 20. Jubiläum. Lassen sich die damalige erste Ausgabe und das heutige Festival vergleichen?
Galliner:
Ja. Denn auch wenn wir in den vergangenen Jahren signifikant gewachsen sind, in sechs mal so vielen Kinos spielen, nahezu 70 Prozent mehr Filme zeigen, weit über Berlin hinaus bekannt sind und in Deutschland wohl das richtungweisende Festival in Sachen Jüdischer Film sind, ist eines noch genau wie vor 20 Jahren: Die Liebe zum und die Begeisterung für den jüdischen Film.

An welches Jahr denken Sie besonders gern zurück?
Galliner:
Ich denke gerne an das erste Jahr 1995, als die damals noch völlig unbekannte dänische Regisseurin Susanne Bier mit ihrem ersten Spielfilm unser Festival eröffnete. Auch denke ich sehr gerne an das Jahr 2012, als wir gemeinsam mit Max Raabe und dem Palast Orchester die Weltpremiere von „Max Raabe in Israel“ im Potsdamer Hans Otto Theater feiern konnten.

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