Gewinner bejubeln Preise bei achtung berlin 2016


achtungberlin16_plakat_450x635pxDie 12. Ausgabe von achtung berlin ist Geschichte! Was bleibt, neben den vielen begeisterten Besuchern und Kinoerlebnissen, sind die Preise, über die sich die Festivalgewinner freuen dürfen.

Hier folgen alle Preisträger samt Begründungen der jeweiligen Jurys…

Der new berlin film award in der Kategorie Bester Spielfilm

LOTTE
Regie: Julius Schultheiß

Begründung der Jury Spielfilm:
„Die Juryentscheidung für LOTTE war einstimmig. Der Regisseur Julius Schultheiß beschreibt in dem Familiendrama eindringlich den hedonistischen Lebensstil von LOTTE, einer Krankenschwester in Berlin, die Bier mit Schnaps mixt, die kein Blatt vor den Mund nimmt, deren Leben sich aber durch einen Satz schlagartig verändert: „Marcel sagt, dass du meine Mutter bist.“ Es sind die kleinen Momente, die Julius Schultheiß’ Regiedebüt zu etwas ganz Besonderem werden lassen und uns ein Kino zeigen, wie wir es gerne in Deutschland mehr sehen würden. Ein großartiger Film, komplett selbstständig ohne Filmförderung und Senderbeteiligung entstanden.“

Der new berlin film award in der Kategorie Bester Dokumentarfilm

PARCHIM INTERNATIONAL
Regie: Manuel Fenn, Stefan Eberlein

Begründung der Jury Dokumentarfilm:
„Ein Chinese will hunderte Millionen in einen Flughafen investieren – in Mecklenburg Vorpommern. Das ist der skurrile Ausgangspunkt des Kino-Dokumentarfilms PARCHIM INTERNATIONAL. Was sich zunächst wie eine Groteske anfühlt und man sich fragt, wer sich das ausgedacht hat, ist wahr, findet statt und das seit vielen Jahren. Die beiden Filmemacher haben sich von Anfang an dahinter geklemmt und ähnlich wie der Investor bleiben sie dran und verfolgen das Projekt. Sie zeigen uns die Welten, die hier aufeinander treffen, sind empathisch, aber dennoch schonungslos, arbeiten mit Humor und lassen es trotzdem an Tiefe nicht vermissen – auch wenn die unglaublichen Träume des Chinesen Pang vielleicht ein bisschen zu oft den Lachern über die Absurdität des Vorhabens geopfert werden. Man merkt diesem Film einfach an, dass die Macher aus dem Vollen schöpfen konnten, Entwicklungen sichtbar werden und somit auch den Mut beweisen können, Bilder erzählen zu lassen, wo uns häufig etwas erklärt werden soll. Nie entsteht Kumpanei mit den Protagonisten und dennoch sind die Filmemacher nah dran. Wir sehen in diesem Film exemplarisch die pure Lust, etwas entstehen zu lassen, aber auch den absurden und tragischen Wahnsinn von Kapitalismus. Wir spüren jedoch vor allem die Liebe zum Filmemachen selbst – für uns das überzeugendste Gesamtwerk. Herzlichen Glückwunsch.

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20. April 2016 | In achtung berlin | 1 Kommentar »

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