Burkholder: "Wir ermutigen die Serienmacher, Grenzen auszuloten und das Potential des Mediums voll auszuschöpfen."



Denkst du, dass die Digitalisierung der Gesellschaft Web-Serien zum Medium der Zukunft werden lässt?
Daran habe ich keinen Zweifel. Wir haben ja die entsprechenden Tools tagtäglich in der Hand. Wir können überall und jederzeit auf Inhalte zugreifen, besonders, wenn es sich dabei um kurze Episoden einer Serie handelt. Ich will damit nicht sagen, dass längere Formate oder Spielfilme von der Bildfläche verschwinden werden, aber die Unterhaltungsindustrie hat ein neues Medium gefunden, mit dem sie ein Publikum erreicht, das vor Kurzem so noch gar nicht existiert hat.

Hast du eine Lieblings-Webserie – oder anders: wie würde eine Webserie aussehen, die dich persönlich anspricht?
Ich glaube, die erste Web-Serie, die ich jemals gesehen habe, ist auch meine Lieblings-Webserie – sie heißt „High Maintenance„. Die Show ist inzwischen von HBO aufgekauft worden und wird ab diesem Herbst dort zu sehen sein.

Wie kamst du darauf, ein Festival für episoden-basierten, digitalen Content, bzw. Web-Serien ins Leben zu rufen?
Als ich vor dreieinhalb Jahren nach Berlin gekommen bin, habe ich bei der Produktion der No-Budget Web-Series „Mission Backup Earth“ mitgewirkt. Die Serie hat dann tatsächlich den Grand Prize des Melbourne Webfest gewonnen – und war damit automatisch für den Wettbewerb des LA Web Fests und des Marseille Web Fests qualifiziert. Als Alex Pfander, der die Idee für die Serie hatte, vom LA Web Fest zurückkam, hat er mir erzählt, dass Michael Ajakwe, der Gründer des LA Web Fests, Berlin für eine ideale Webfest-Location hält. Ich war sofort begeistert. Das erste Webfest war das LA Webfest, das 2010 zum ersten Mal stattfand. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 30.

Die Fragen stellte Marie Ketzscher.

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10. September 2016 | In Webfest

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