38 Highlights und Insidertipps zur 67. Berlinale


Nana Ekvtimishvili und Simon Groß erzählen in "My happy family" die Geschichte einer ganz durchschnittlichen georgischen Großfamilie © Tudor Vladimir Panduru

Nana Ekvtimishvili und Simon Groß erzählen in „My happy family“ die Geschichte einer ganz durchschnittlichen georgischen Großfamilie. © Tudor Vladimir Panduru

Chemi Bednieri Ojakhi (My happy family)

Darum geht es:
Manana entscheidet sich von einem Tag auf den anderen, dass sie nicht mehr bei ihrem Mann, den beiden gemeinsamen Kindern und ihren Eltern leben will. Sie zieht aus und stößt damit alle vor den Kopf. Ihr Unwille dafür eine Begründung zu geben, verschärft die Lage zusätzlich. Ihr Bruder, ihre Onkel und Tanten und insbesondere ihre scharfzüngige Mutter versuchen sie mit gutgemeinten Ratschlägen zur Vernunft zu bringen.

Was du zum Film wissen musst:
Die gebürtige Georgin Nana Ekvtimishvili, Absolventin an der Filmuniversität Konrad Wolf in Potsdam, und der Deutsche Simon Gross, Absolvent an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, präsentieren mit ihrem zweiten gemeinsamen Film eine subtile Komödie, die immer wieder Richtung Familiendrama tendiert, aber schließlich zur Heiterkeit zurückfindet. Die Autoren haben insbesondere in der Wahl der Besetzung eine gute Hand bewiesen. – TV

Termine bei der 67. Berlinale:
Montag, 13. Februar, 20:15 Uhr, CineStar 8
Dienstag, 14. Februar, 21:30 Uhr, wolf – Saal 1 – Berlinale Goes Kiez
Donnerstag, 16. Februar, 16:30 Uhr, Delphi Filmpalast
Freitag, 17. Februar, 19:45 Uhr, Colosseum 1
Sonntag, 19. Februar, 19:15 Uhr, CineStar 8

Doo-yong Lees "The Last Witness" entstand 1980 und gilt als Wegbereiter für den gesamten koreanischen Genrefilm © Korean Film Archive

Doo-yong Lees „The Last Witness“ entstand 1980 und gilt als Wegbereiter für den gesamten koreanischen Genrefilm. © Korean Film Archive

Choehuul jeung-in (The Last Witness)

Darum geht es:
Ein Polizeiinspektor soll den Mord an einem Brauereibesitzer in der Provinz untersuchen. Seine Ermittlungen im Umfeld des Opfers führen ihn die Jahre des Koreakrieges und zu einem Verbrechen aus Gier und Hochmut, das vermutlich in der Gegenwart gesühnt werden sollte. Die Tatverdächtigen reihen sich nach und nach nebeneinander auf, der Ermittler dringt immer tiefer in ihre Geschichten ein und identifiziert sich mit ihnen. Seine Empathie treibt ihn voran, diesen Menschen zu helfen, die auf die eine oder andere Art die wahren Opfer der historischen Umstände zu sein scheinen.

Was du zum Film wissen musst:
Der Film gilt als Meisterwerk des koreanischen Regisseurs Doo-Yong Lee, der die Weichen für den südkoreanischen Kriminalfilm gelegt hat. Die Entstehung des Werks fällt in den Winter 1979/1980, der darin eindrücklich eingefangen ist, zwischen die Ermordung des autokratischen Präsidenten Chung-hee Park und der darauffolgenden Diktatur von Doo-hwan Chun. Die Zensur kürzte den Film um über eine Stunde offenbar mit der Begründung der Stoff zeige sich zu sympathisierend mit dem kommunistisch geprägten Norden. Das Korean Film Archive restaurierte den Schwarz-Weiß-Film, der nun wieder in seiner vollen Länge von 155 Minuten, die keineswegs auffällt, sichtbar ist. – TV

Termine bei der 67. Berlinale:
Freitag, 10. Februar, 16:00 Uhr, Kino Arsenal 1
Donnerstag, 16. Februar, 19:15 Uhr, CineStar 8

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