38 Highlights und Insidertipps zur 67. Berlinale


Jin-kyu irrt in "Obaltan" wie einen ziellosen Pistolenschuss durch das Seoul der 1960er Jahre © Korean Film Archive

Jin-kyu irrt in „Obaltan“ wie einen ziellosen Pistolenschuss durch das Seoul der 1960er Jahre. © Korean Film Archive

Obaltan (Aimless Bullet)

Darum geht es:
Cheol-ho arbeitet als Angestellter in einem Buchhalterbüro, um seine zahlreiche Familie versorgen zu können. Seine Frau erwartet ihr zweites Kind, zudem wohnen noch seine kranke alte Mutter, seine Schwester und zwei seiner Brüder bei ihm in einem bescheidenen Verschlag. Das Geld und die Verdienstmöglichkeiten sind knapp, so dass sich die Schwester bald auf die US-Soldaten einlässt, die in der Stadt stationiert sind, der jüngere Bruder statt zur Schule zu gehen, Zeitungen verkauft und der ältere Bruder sich frustiert nach dem Ende seiner Soldatenkarriere auf eine Verzweiflungstat einlässt. Mittendrin Cheol-ho, der nur von einem schlimmen Zahnschmerz geplagt wird.

Was du zum Film wissen musst:
Obaltan“ wurde vom Korean Film Archive restauriert und gilt als eines der filmischen Höhepunkte des koreanischen Kinos der 1960er Jahre. In offenbar besonders authentischen Bildern greift das Melodrama die soziale Realität Koreas in einer kurzen Phase der demokratischen Ordnung zwischen dem Sturz des Diktators Syng-man Rhee und dem Militärcoup von General Chung-hee Park. Regisseur Hyun-mok gilt als einer von drei Autoren, die den südkoreanischen FIlm der Nachkriegszeit geprägt haben. Die Schwarz-Weiß-Ästhetik liegt der Film dem italienischen Neorealismus nahe. – TV

Termine bei der 67. Berlinale:
Samstag, 11. Februar, 16:30 Uhr, CineStar 8
Samstag, 18. Februar, 12:30 Uhr, Kino Arsenal 1

Birgit Minichmayr und Philipp Hochmair spielen die Hauptrolle im surrealistisch-anmutenden Beitrag aus der Schweiz "Tiere" © tellfilm, Andreas Seibert

Birgit Minichmayr und Philipp Hochmair spielen die Hauptrolle im surrealistisch-anmutenden Beitrag aus der Schweiz „Tiere“. © tellfilm, Andreas Seibert

Tiere (Animals)

Darum geht es:
Anna und Nick fahren für mehrere Monate in die Schweiz, wo sie in ihrem gemieteten Châlet sich eine Auszeit nehmen wollen. Nick will für sein Kochbuch recherchieren und Anna an ihrem Roman arbeiten. Für die Wohnung in Wien organisieren sie eine Freundin, die in ihrer Abwesenheit darauf aufpassen soll. Auf der Fahrt in die Schweiz haben sie einen Unfall, bei dem ein Schaf ums Leben kommt. Ab diesem Moment scheint die Zeit nach einem ganz anderen Rhythmus zu laufen, Träume vermischen sich mit der Wirklichkeit und die Beziehungen zwischen den Figuren ebenfalls. Bald ist nicht mehr klar, was zusammengehört, was real und was imaginiert ist.

Was du zum Film wissen musst:
Der Schweiz-Pole Greg Zglinski schafft ein komplexes und spannendes Werk, das an Experimente wie aus der Feder von Charlie Kaufman erinnern. Er verpflichtet eine überzeugende Darstellergruppe aus österreichischen und deutschen Schauspielern. Die Hauptrollen übernehmen Birgit Minichmayr, Philipp Hochmair und Mona Petri. In einer skurillen Nebenrolle stellt sich Michael Ostrowski unter Beweis. – TV

Termine bei der 67. Berlinale:
Montag, 13. Februar, 19:30 Uhr, Zoo Palast 2
Mittwoch, 15. Februar, 13:45 Uhr, CineStar 8
Donnerstag, 16. Februar, 18:30 Uhr, City Kino Wedding – Berlinale Goes Kiez
Donnerstag, 16. Februar, 20:00 Uhr, Cubix 9
Samstag, 18. Februar, 16:30 Uhr, CineStar 8

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