5 Filme, die ihr im März nicht verpassen solltet


Die letzten Männer von Aleppo

Darum geht es: 
Khaled, Mahmoud und Nagieb zählen zur Freiwilligenorganisation “White Helmets“, die im syrischen Bürgerkrieg die letzte Hilfe für die Opfer von Bomben- und Raketenangriffen ist. Internationale Hilfsorganisationen hatten sich längst aus dem Krisengebiet zurückgezogen, da hielten die letzten Männer von Aleppo der Routine des Grauens weiterhin Stand. Nach den Einschlägen sind sie diejenigen, die mit meist bloßen Händen Überlebende aus den Trümmern befreien, Leichen und Leichenteile bergen. Es ist der Kampf Davids gegen Goliath, doch die Männer denken nicht an Kapitulation. Zäh rücken sie einen Anschlag nach dem anderen aus, mit müden, schmerzverzerrten Gesichtern, notdürftigster Ausrüstung und unbewaffnet. Ihr einziges Ziel: Hoffnung sein in all der staubigen und grauen Hoffnungslosigkeit.

Was du zum Film wissen musst:
Feras Fayyads Dokumentation will den Weißhelmen in Syrien, den ausharrenden und opferbereiten Männern ein Denkmal setzen. Sein in zwei Jahren gesammeltes Material als Begleiter der “White Helmets” fügt er zu einem Dokument der Gegenwart zusammen und verdichtet all die Bilder und Geschichten – die in den westlichen Medien oft nur als Fragmente in den Nachrichten auftauchen – zu einem überwältigenden Zeugnis über die humanitäre Katastrophe in Syrien, über die in Deutschland vorrangig geredet wurde. 110 Minuten Alltag in der Hölle zwischen Grauen und Hoffen, trügerischer Waffenruhe und dem Glück und Unglück Leben unter den Trümmern zu bergen, fordern den Zuschauer eindringlich und mit allem Nachdruck auf, hinzusehen und auszuhalten. Wenigstens das. In Sundance gewann Feras Fayyad mit seinem Dokumentarfilmdebüt den Preis als Bester Dokumentarfilm 2017.

Start: 16. März

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5. März 2017 | In Sonstiges | Keine Kommentare »

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