5 Filme, die ihr im März nicht verpassen solltet


Alles gut

Darum geht es: 
Welche Folgen die bis in die ursprünglich vom Grundgesetz garantierten Schutzräume (wie beispielsweise Schule und Wohnung) vordringenden Abschiebekommandos auch bei Kindern hinterlassen, zeigte Pia Lenz in “Alles gut“. Auf der einen Seite ist da der achtjährige Djaner, der im Herbst 2015 mit seiner Mutter und seinem Bruder von Mazedonien nach Hamburg kam und nun hier in die Schule geht und versucht, sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden als die Familie plötzlich untertauchen muss. Auf der anderen Seite ist die elfjährige Ghofran aus Syrien, deren Vater Adel es endlich geschafft hat, seine Familie nach Deutschland zu holen. Doch die Ankunft ist schwer, besonders für Ghofran, die so viele Freiheiten, wie sie sie bei den anderen Mädchen an der Schule sieht, von zuhause nicht gewohnt ist.

Was du zum Film wissen musst: 
Es ist die Zukunft dieser Kinder, über die in Deutschland nach ihrer Ankunft vor allem bürokratisch entschieden wird. Welche Konsequenzen und Konflikte das bedeutet, beleuchtet Pia Lenz in ihrem neuen Film mit beispiellosem Feingefühl und Gespür für die Menschen, die sich ihrer Kamera anvertrauen. Für ihre erste Kinodokumentation arbeitete die mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmerin mit Hauke Wendler und Carsten Rau zusammen, die 2015 mit “Willkommen auf Deutsch” einen der erfolgreichsten Dokumentarfilme des Jahres ins Kino brachten. “Alles gut” führt die Eindimensionalität der Integrationsdebatten sehenswert vor Augen und zeigt, wie komplex die oft schwarz-weiß dargestellten Konflikte wirklich sind.


Start:
23. März

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5. März 2017 | In Sonstiges | Keine Kommentare »

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