23. JFFB: Nicht ganz koscher


Past Life

Darum geht es:
Israel 1977. Die introvertierte Sephi studiert an der Musikakademie in Tel Aviv, um ihrem großen Traum näherzukommen: Sie möchte Komponistin werden. Doch an der Musikakademie drängt man sie dazu, sich auf das Singen zu konzentrieren. Als der Chor der Akademie zu einem Konzert nach West-Berlin eingeladen wird, bei dem Sephi als Sopransolistin mitwirkt, wird sie nach dem Konzert im Foyer des Konzerthauses von einer alten Frau auf Deutsch beschimpft: “Tochter eines Mörders!” Zurück in Tel Aviv lässt Sephi das Geschehene nicht los. Zögernd vertraut sie sich ihrer Schwester, der selbstbewussten und engagierten Journalistin Nana, an. Gemeinsam machen die ungleichen Schwestern sich auf die Suche nach der Wahrheit. Ist ihr Vater, ein Holocaust-Überlebender aus Polen, der, für den sie ihn immer gehalten haben, oder verschweigt er ihnen etwas?

Was du zum Film wissen musst:
Regisseur Avi Nesher (“Ein Sommer in Haifa“) verbindet Elemente aus Familiendrama und Thriller, aus deutscher, israelischer und polnischer Geschichte, gekonnt zu einem Plädoyer für die Aussöhnung. “Past Life” basiert auf der Lebensgeschichte der Komponistin Ella Milch-Sheriff und ihrer Schwester Dr. Shosh Milch-Avigal. Das Tagebuch ihres Vaters Dr. Baruch Milch verarbeitete Ella Milch-Sheriff bereits in ihrer Kammeroper “Baruchs Schweigen“, die sie im Auftrag des Staatstheaters Braunschweig schrieb, sowie in der Kantate “Ist der Himmel leer?” Milch-Sheriff komponierte auch mehrere Musikstücke für “Past Life“. Auf dem Toronto International Film Festival sowie auf dem New York Jewish Film Festival war “Past Life” bereits zu sehen.– StB

Termine beim 23. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB):
Montag, 10. Juli 2017, 20:00 Uhr, Filmkunst 66
Dienstag, 11. Juli 2017, 20:00 Uhr, Babylon-Mitte

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1. Juli 2017 | In Jüdisches Filmfestival Berlin und Potsdam | Kommentare deaktiviert

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