Netzwerke: Film als Mittler


FF_Odessa_2017Neue Netzwerk als Reaktion auf die politisch angespannte Lage im osteuropäischen Raum. Das FilmFestival Cottbus, Experte für osteuropäisches Kino in Deutschland, organisierte mit den Machern vom Odessa International Film Festival ein erstes Netzwerktreffen mit Vertretern von Festivals aus Ländern der Europäischen Partnerschaft und Russland in der Ukraine. Der zweite Teil des Netzwerktreffens findet im Rahmen des 27. FilmFestival Cottbus statt.

Das Medium Film reflektiert auch in Osteuropa gesellschaftliche und historische Tabu-Themen und fördert so den zivilgesellschaftlichen Dialog. Mitunter geraten dabei Filmschaffende, aber auch Filmfestivals, die sich als Foren für den gesellschaftlichen Dialog verstehen, unter politischen Druck. Der Macht auch vor nationalen Grenzen nicht halt und hat wirkt so bis nach Deutschland und Berlin. Im April wurde beim filmPolska Katarzyna Wielga-Skolimowska, die Direktorin des Polnischen Instituts, kurz vor Festivalbeginn von der amtierenden nationalistischen PiS-Regierung abberufen. Zuletzt verdeutlichte unser Bericht vom 10. DOCUMENTARIST Festival in Istanbul die schwierigen Umstände, mit denen sich Festivalmacher auseinander setzen müssen.

Weiterlesen: Unser Bericht “Kino in finstren Zeiten” vom DOCUMENTARIST…

Das Netzwerktreffen in Odessa eröffnet damit den Rahmen für einen nachhaltigen inhaltlichen Austausch zwischen Filmfestivals und Filmfestivalinitiativen aus Osteuropa. Im Rahmen des zweiten Treffens beim 27. FilmFestival Cottbus im November Vertreter treffen sich renommierte osteuropäische Filmfestivals zur Bestandsaufnahme und gehen drängenden Fragen nach, wie: was können Filmfestivals zum zivilgesellschaftlichen Dialog beitragen? Welche Probleme gibt es dabei? Wie wirken sich ökonomische und politische Rahmenbedingungen auf die Programmierung aus?

Bernd Buder, Programmdirektor des FilmFestival Cottbus, moderiert die Podiumsdiskussion im Rahmen des Projekts: „Wir freuen uns, dass dieses Treffen uns die Möglichkeit gibt, die Zusammenarbeit und den inhaltlichen Austausch mit Filmfestivals in den Ländern der Europäischen Partnerschaft und Russland zu vertiefen“.
Die Mehrheit der Filmfestivals sieht sich als Vermittler und versteht Film als ein Medium, das dem Publikum unabhängige Einblicke in die aktuelle Situation der Gesellschaft verschafft. Die Konferenz fördert den gesellschaftlichen und länderübergreifenden Dialog, stärkt die Kooperation der Filmwirtschaft und hilft, mit Film die Welt zu verändern.

DD


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