Sommerkino


Der neue Film von Julian Radlmaier "Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes" ist eine amüsante Politsatire. © faktura film

Der neue Film von Julian Radlmaier “Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes” ist eine amüsante Politsatire. © faktura film

Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

Darum geht es:
Weil er keine Drehbuchförderung bekommt, legt das Arbeitsamt dem jungen Regisseur nahe, sich unter die Erntehelfer auf einer Apfelbaumplantage zu mischen und nützlich zu machen. Um vor seinen Freunden nicht schlecht dazustehen und seiner Flamme zu imponieren, erklärt er die Situation zur Recherche für seinen neuen Film. Spontan schließt sich das Mädchen ihm an, offenbar von der Tatsache geschmeichelt, dass sie die Hauptrolle übernehmen soll. Die Begegnungen, die sie vor Ort machen, bergen tatsächlich reichlich Stoff für einen Film – doch nicht unbedingt wie es sich der junge Regisseur, der einen “ästhetischen politischen” Film machen möchte, es vorgestellt hat.

Was du zum Film wissen musst:
Julian Radlmaier schafft mit seinem Film eine intelligente Politsatire bei der jede Seite durch die Mangel genommen wird. Gleichzeitig funktioniert er auch als ironische Betrachtung des Künstlerstatus’ in Berlin. Radlmaier spielt selbst eine der Hauptrollen im Film und beweist dadurch außergewöhnlichen Sinn für Komik. Seine Darsteller hat er insgesamt hervorragend ausgewählt, angefangen beim Duo Sancho und Hong, das weitläufig Assoziationen an historische Duos von Don Quichote und Sancho Panza über die beiden Unglücksraben von Pasolini (“Uccellacci e uccellini“, 1966) und dem ungleichen Paar aus Buñuels “Die Milchstraße” (1969).

Weiterlesen: Teresa Venas ausführliche Kritik “Auf den Hund gekommen” zu “Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“…

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8. August 2017 | In Sonstiges | Kommentare deaktiviert

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