filmPOLSKA 2019: Kino-Highlights aus Polen


Mit einem Bein in der Tradition, mit dem anderen unlängst davon gesprintet: Die 14. Ausgabe von filmPolska, dem größten Festival für den neuen polnischen Film außerhalb Polens, widmet sich den teilweise widersprüchlichen gesellschaftlichen Trends des Nachbarlandes. Sport, Familie, Religion und Alltagstristesse sind dabei immer wiederkehrende Themen. Eröffnet wird das Festival am Mittwoch, den 24. April um 19:30 Uhr im Babylon (weiterer Termin am Do., den 25.04. um 20 Uhr im fsk-Kino) von Marek Koterskis surrealistisch-komischem „7 uczuć“ („7 Emotionen„): Ein Neurotiker, seine immer wiederkehrende Kult-Kunstfigur Adaś Miauczyński, reist auf Anraten seiner Psychologin in seine Kindheit zurück, um zu ergründen, warum er solche Probleme mit Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Eifersucht und Scham hat. Der Clou: Es gibt keine Kinderdarsteller*innen, alle Rollen sind mit Erwachsenen besetzt.

Vom 25. April bis 1. Mai zeigt das Festival außerdem neben dem vielversprechend betitelten Wettbewerb „Neues Polnisches Kino“ eine Retrospektive, die sich dem Regisseur Krzysztof Zanussi widmet – und damit laut Kuratorium einem der Wegbereiter*innen für das sozialkritische, innovative polnische Kino von Kieslowski und Varda. Hinzu kommen Klassiker und in Polen besonders erfolgreiche Filme in der Hommage, Kurzfilmreihen sowie Themenschwerpunkte (bspw. zu Oberschlesien) und Sondervorführungen.

Marie Ketzscher

14. filmPOLSKA von 24. April bis 1. Mai 2019 in Berlin.

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24. April 2019 | In filmPolska

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