14th XPOSED: Queer goes Hommage und hybrid


Until Porn Do Us Part

Darum geht es:
Eine triste Häuserfront in Porto, hinter dem Fenster leuchtet der Laptop unermüdlich. Davor sitzt Eulália und ist am Boden zerstört: Ihr heiß geliebter Sohn Sidney ist schwul und arbeitet als Pornodarsteller Fostter Riviera in Deutschland, beides hat sie nur über Dritte erfahren. Über Facebook und Anrufe versucht sie, mit ihrem Sohn in Kontakt zu kommen – immer zwischen Wut, Empörung, Enttäuschung und großer Sehnsucht hin- und herschwankend, immer höchst emotional. Jorge Pelicano begleitet und rekonstruiert das Verhältnis der beiden, und verzichtet darauf, im schnellen Gegenschnitt so etwas wie eine objektive Wahrheit herzustellen. Stattdessen bleibt die Kamera erst ganz bei der Mutter, um sich dann Fostter und seiner Lebenswelt zu widmen, bevor es schließlich zur Begegnung der beiden kommt. So entsteht – wenn man die etwas zahlreichen weinenden und ins Melodramatische abdriftenden Momente mal nicht mitdenkt – ein sensibles und rührendes Mutter-Sohn-Portrait.

Was du über den Regisseur Jorge Pelicano wissen musst:
Until Porn do us part“ ist bereits Jorge Pelicanos vierter Dokumentarfilm. Eines seiner wiederkehrenden Themen ist die portugiesische Gesellschaft im Wandel: In seinem Film „Are there any shepherds?“ beschäftigt er sich mit den letzten Schäfern der Serra da Estrela und in „Stop, listen, look“ geht es um den Bau eines neuen Dammes, der die Bevölkerung einer entlegenen Gegend um ihre Zuganbindung bringen würde.

Termin beim 14. XPOSED:
Freitag, 10.5., um 20:30 Uhr im Moviemento

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