Film-Tipps und Kino-Highlights für die Berlinale 2020


Bruce Hadnot und Pam Harper in „Bloody Nose, Empty Pockets“ von Bill Ross IV, Turner Ross, der im Berlinale Panorama zu sehen ist. © Department of Motion Pictures

Bloody Nose, Empty Pockets

Darum geht es:
Der Titel lässt es vielleicht schon erahnen: „Bloody Nose, Empty Pockets“ gibt Einblicke in die Leben jenseits von Glanz und Glamour. Im Schatten der glitzernden Casinos von Las Vegas befindet sich die Bar Roaring 20s, die kurz vor der Schließung steht. Die Filmemacher Bill Ross und Turner Ross begleiten die Gäste in den letzten 24 Stunden, bevor dieser Ort, der für viele von ihnen zu mehr als einer einfachen Kneipe geworden ist, am Ende der Nacht zum letzten Mal seine Türen schließt.

Was du zum Film wissen musst:
Die Brüder Bill und Turner Ross versuchen, menschliche Schicksale in Bilder zu fassen, ohne diesen dabei mit ihrer Kamera zu nahe zu treten. Diese unaufdringliche dokumentarische Nähe steht dabei in der Tradition des Direct Cinema, einer nordamerikanischen Filmform, die in den 1960er Jahren ihren Subjekten auf Augenhöhe begegnen wollte. Wird dieses Gestaltungsform auch noch in einer Zeit funktionieren, in der Kameras omnipräsent geworden sind? – HK

Termine bei der 70. Berlinale:
Montag, 24. Februar, 19:00 Uhr, CinemaxX 3
Dienstag, 25. Februar, 16:15 Uhr, Cubix 7
Mittwoch, 26. Februar, 14:30 Uhr, Colosseum 1
Freitag, 28. Februar, 16:00 Uhr CinemaxX 4
Sonntag, 1. März, 22:00 Uhr, Cubix 7

Hauptdarsteller Salif Cissé überzeugt in „A l’abordage“ von Guillaume Brac. © Geko Films

A l’abordage

Darum geht es:
Félix will seiner neuen Flamme Alma in die Provinz nachreisen und sie dort überraschen. Seinen besten Freund Chérif nimmt er mit, gemeinsam sollen sie sich ein paar schöne Tage am Flussufer im Zelt machen. Für die 600 Kilometer raus aus Paris benötigen sie eine Mitfahrgelegenheit, die sie sich kurzerhand durch ein falsches Onlineprofil, in dem sie sich als junge Frauen ausgeben, erschleichen. Alma ist leider nicht ganz so glücklich über die Überraschung und weist Félix ab.

Was du zum Film wissen musst:
Guillaume Brac gehört zu den interessantesten Autorenfilmern aus Frankreich. Mit seinen frühen Kurz- und mittellangen Filmen wie „Le naufragé“ (2009) und „Un monde sans femmes“ (2012), in denen er den damals noch aufstrebenden, charismatischen Schauspieler (und Regisseur) Vincent Macaigne inszeniert. Seine Ästhetik und Atmosphäre knüpft an Eric Rohmers Filme an. Bei Brac passiert aber mehr und kommt auch mehr Humor zum Zug. In „A l’abordage„, was soviel wie „Anker setzen“ bedeutet, spielen professionelle Schauspieler mit Laien zusammen. Der Film schneidet Themen wie Erwachsenwerden, Rassismus und den Unterschied von sozialen Klassen an. – TV

Termine bei der 70. Berlinale:
Dienstag, 25. Februar, 22 Uhr, Zoo Palast 1
Mittwoch, 26. Februar, 16 Uhr, Cubix 9
Donnerstag, 27. Februar, 9 Uhr, CinemaxX7
Freitag, 28. Februar, 16:30, Kino International
Samstag, 29. Februar, 10 Uhr, Cubix 7
Sonntag, 1. März, 22 Uhr, Colosseum 1

Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12


Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,