Kino-Macherin Anne Lakeberg über das City Kino Wedding


Das City Kino Wedding. Foto: City Kino Wedding

In seiner Interview-Portraitreihe Kiez-Kinos stellt Berliner Filmfestivals anlässlich der 70. Berlinale Festival-Kinos Berlins vor. Los geht es mit dem City Kino Wedding, über das uns Kino-Macherin Anne Lakeberg erzählt.

Anne Lakeberg, Betreiberin des City Kino Wedding. Foto: City Kino Wedding

Was macht den Besuch im City Kino Wedding einzigartig?
Zum Einen ist es natürlich die wunderschöne Architektur des 60er Jahre Kinos, das einst von den französischen Alliierten gebaut wurde. Es gibt ein großes Foyer direkt, wenn das Kino betreten wird und auch oben, wo sich die Kinokasse und die Bar befindet, gibt es Platz zum Verweilen auf neu-alten 60er Jahre Möbeln. Der Weg in das obere Foyer führt über eine geschwungene Treppe, die an der einen Seite von einer großen Fensterfront begrenzt wird. Der Kinosaal selber ist sehr abschüssig, so dass der Blick von fast jedem Sitzplatz aus gut ist! Und eine große Bühne macht Vorstellungen mit Regiegespräch, Stummfilme mit Live-Begleitung zu einem runden Erlebnis. Auch die Akustik, wurde uns schon oft gesagt, ist sehr gut in unserem Kino! Neben all diesen Äußerlichen Faktoren, verbreiten wir eine gemütliche und einladendende Atmosphäre – und wir bemühen uns natürlich ein Programm zusammenzustellen, dass den Gästen gefällt!

Welche Rolle spielt dein Kino für den Kiez? Und welche für die Berliner Filmlandschaft?
Tatsächlich ist das City Kino Wedding das einzige Programmkino im Wedding. Unsere Aufgabe ist es, die Arthouse-Filme in den Wedding zu holen, die Besucher*innen auch manchmal für Unbekanntes begeistern. Aber auch, wie im Fall der Berlinale Goes Kiez, besondere Veranstaltungen an diesen äußersten Rand des Kiezes zu holen, um so viele Leute auf eine Entdeckungstour zu schicken. Durch Veranstaltungen z.B. in Kooperation mit dem Gemeinschaftsgarten Himmelbeet, durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Blog Weddingweiser und durch Vorführungen von Filmen wie „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ oder „Wedding“ (1989) verorten wir uns auch programmatisch in unserem Kiez.

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