Festivalberichte
(116 Artikel)
5 Tage, 111 Filme, 4 Konzerte, 2 Preisverleihungen und ein Workshop. Schon beim ersten Blick ins Programmheft muss man bei einer derartigen Auswahl und Dichte an Vorführungen und Events ein bisschen schlucken und wie sich später herausstellen wird, ist die Programmvielfalt von British Shorts keineswegs geprahlt.
Was würde passieren wenn man einem Hipster eine kleben würde? Er würde von seinem Gesicht ein Foto machen, es auf seine Tumblr-Seite hochladen und bei Facebook mit dem Kommentar “Autsch” verlinken und dafür Daumen sammeln. Joe Swanenbergs “Silver Bullets” taucht ein in die Welt der polyamorösen Stoffbeutel-Bratzen.
Im Großen wie im Kleinen, politisch wie kulturell. In Berlin und in der gesamten Welt: 2011 war ein stürmisches Jahr, weit mehr als nur für die Filmbranche. In diesem Sinn blicken wir auf ein Jahr voller Eindrücke zurück. Im Zweiten Teil unserer Bilanz geht es um den schwächelnden Deutschen Film, überraschende Kritikerlieblinge, Nuancen der Filmlandschaft und um geschlossene Kinos.
Im Großen wie im Kleinen, politisch wie kulturell. In Berlin und in der gesamten Welt: 2011 war ein stürmisches Jahr, weit mehr als nur für die Filmbranche. In diesem Sinn blicken wir auf ein Jahr voller Eindrücke zurück. Auf Filme und Festivals, die nicht selten als letzte Instanz für ein ambitioniertes, intellektuelles und politisches Kino stehen. Unsere Autoren geben einen Einblick in ihre Bestenliste, schauen aber auch weit darüber hinaus. Die Welt ist eben nicht nur ein Kinosaal.
Wenn man den Erfolg eines Filmfestivals messen will, so gehören Besucherzahlen vermutlich zu den geeignetsten Indikatoren. Dementsprechend macht es schon einen etwas deprimierenden Eindruck, wenn man zu den einzelnen Wettbewerbsfilmen geht und das Gefühl hat, dass die freie Platzwahl-Politik des Kinos wortwörtlich zu nehmen ist.
Ist nicht lustig – ist doch lustig. Der Diskurs über eine Komödie gleicht einem Fahrgeschäft, das an Stelle von Schwindelgefühl Besserwisserei hervorruft. Die Form dieses zirkulären Diskurses ist der Struktur einer klassischen Komödie dabei durchaus immanent. Immerhin gehören Running Gags und Wiederholungen zum dramaturgischen Inventar. Wenn es aber etwas gibt, was von einem solchen Fahrgeschäft planiert gehört, dann ist es die Acapella-Version eines Münchner Freiheit-Songs
Marseille. Die Kamera fährt entlang des Hafens und fixiert eine Gruppe Hafenarbeiter. 20 von ihnen werden namentlich aufgerufen. Alle samt sind sie entlassen, um den Betrieb vor dem Aus zu retten. So fängt der bewegende Film “Les Neiges du Kilimandjaro” von Robert Guédiguian an. Ein Film über die Risse in der heutigen Gesellschaft, wobei Guédiguian die Konflikte zwischen den Generationen und Milieus nicht auflöst und gerade dadurch für Toleranz plädiert.







Lade...