Festivalberichte
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Eine Dokumentation ist eine gute Dokumentation, wenn man als Zuschauer danach etwas schlauer ist. Die bei filmpolska gezeigten Filme dieses Genres taten zumeist genau das. Es fiel aber auch etwas anderes auf: Viele wirkten wie mitten aus dem Leben gegriffen und brillierten dennoch nur zum Teil durch ihre Authentizität. Da ist zum Beispiel Juan ein Ex-Soldat aus Kapstadt, der in Südafrika ein Waisenhaus betreibt und zu dieser Stelle des Heilsbringers kam, weil er eine Gottesvision hatte, während er den Softporno Emmanuelle schaute.
In Berlin und Potsdam feierte filmPOLSKA, das nach eigenen Angaben erfolgreichste polnische Filmfestival im Ausland, zwischen dem 12. und 18. April seine bereits siebte Ausgabe. Im Blickpunkt dabei: das neue polnische Kino. Obwohl das Nachbarland im Osten mit seinen Filmen längst Stammgast bei den großen internationalen Festivals und sogar den Oscars ist, überstrahlen immer noch die polnischen Großmeister Kieślowski, Wajda und Polanski das Schaffen der neuen, jungen Vertreter.
Der Literaturwissenschaftler Leslie Fiedler verdichtete vor über 40 Jahren in einem Essay seine Forderung an die Kultur mit dem Slogan “Cross the border, close the gap”. Programmatisch sowohl in Fachmagazinen als auch im Playboy veröffentlicht, plädierte er vornehmlich aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive für eine Aufhebung der nach wie vor vorhandenen Kluft zwischen sogenannter “hoher” Kultur [...]
Am Dienstagabend war es aus – nein, nicht das Spiel, sondern das nun schon 9. Internationale 11mm Fußballfilmfestival. Abschluss der fünftägigen Filmschauen bildete die “shortkicks-Gala”, die von Radio1-Sportreporter Andreas Ulrich moderierend begleitet wurde. Acht Kurzfilme waren, aus Einsendungen aus gut über zwanzig Nationen, ausgewählt und in zwei Halbzeiten gespielt. Nach dem Halbzeitpfiff wurde der Publikumspreis für den besten Film des Festivals gekürt.
Ob nun Fiktion, Dokumentation, Animation oder Experimentelles, beim Kurzfilm ist ja bekanntlich alles erlaubt, solange es irgendwie innerhalb von ein paar Minuten Platz findet. Sich kurz zu fassen, ist eben auch eine Kunst. Ob künstlerisch anspruchsvoll oder nicht, darüber schien beispielsweise bei der Vorführung des Musikvideos “ZOUNK!” (Billy Roisz) das Publikum geteilter Meinung zu sein. [...]
Was auf der Verpackung steht, muss noch längst nicht drin sein. Diese Volksweisheit lässt sich sicherlich auf viele Überraschungs- und Enttäuschungsfilme gleichermaßen zurückführen, trifft aber auf das Forum als experimentellste und risikofreudigste Sektion der Berlinale im Besonderen zu. Den Beweis dafür lieferten in diesem Zusammenhang auf der einen Seite Vorstellungen, die unerwartet euphorisch beklatscht wurden und auf der anderen solche, bei denen manche Zuschauer im Schutze der Dunkelheit noch vor Filmende heimlich gen Ausgang geirrt sind. Auch wenn das Programmheft schon vorab von allen Filmen gleichermaßen wohlwollend kündete, die Realität sieht dann doch ein bisschen anders aus
Die Jury der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin um Präsident Mike Leigh kürte am Abend die Sieger des Festivals. Große Sieger: Paolo & Vittorio Taviani.







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