Vorberichte
Programmübersichten und erste Einblicke in kommende Festivals. (173 Artikel)
Das ist schon beachtlich: Quasi im Alleingang hat Cornelius Schulz das 1. Punkfilmfest Too Drunk To Watch auf die Beine gestellt, welches vom 9. bis 13. Mai im Moviemento Kreuzberg stattfinden wird. Ein gelungenes Nebenprojekt zum tatsächlichen Tagesgeschäft mit F.A.M.E.D. Records, das derzeit seinen ersten 10-inch Release feiert.
“East is East and West is West, and never the Twain shall meet”. Der britische Schriftsteller Rudyard Kipling konnte sich bedauerlicherweise nicht vom Gegenteil überzeugen lassen, denn im Januar 1936 starb er an einer Gehirnblutung. Einige Jahre später brach der zweite Weltkrieg aus und veränderte das geopolitische Machtverhältnis, dennoch blieb Asien der große, mysteriöse Unbekannte.
Unter dem Titel “A Complexion Change – Transnational & Intercultural Diplomacy / View To The Future – The Flag Still Still Flies” findet vom 2. bis 6. Mai die mittlerweile 27. Ausgabe des Black International Cinema statt. Bis zu 50 Filme stehen auf dem Programm, darunter Spielfilme, Dokumentationen, Kurzfilme, Animationen und Experimentalfilme. Vertreten sind Produktionen aus dem Iran, Spanien, Frankreich, den USA, Deutschland, Großbritannien, Kap Verde, Kolumbien, Kanada, Uganda, Italien und dem Kongo.
Das einstige Verzaubert Queer Film Weekend hat sich neu erfunden und wird von nun an im Frühjahr und Herbst stattfinden. Die April-Ausgabe von Verzaubert – Liebe Film Festival am 28. und 29. April ist noch als eine Preview auf die Bandbreite des neuen Festivals anzusehen, bei dem sich alles um Liebe, Verlangen und Beziehungen drehen wird – seien diese nun hetero, schwul, lesbisch, trans, bi oder heteroflexibel.
Vor drei Jahren gab es einen Spot im TV, in dem Nora Tschirner und Florian Lukas sichtlich verwirrt mit einer Limousine am Potsdamer Platz vorfahren und feststellen müssen, dass sie irgendwie fälschlicherweise auf der Berlinale gelandet sind, dabei wollten sie doch ganz woanders hin. Daher hier nochmal zum Mitschreiben: Das sehsüchte Festival findet, wie eh und je, in Potsdam statt. Potsdam, nicht Berlin.
Grönland ist die größte Insel unseres Planeten. Meist verbindet man mit dieser unendliche weiße Weiten, Gletscher, Schnee, Kälte, Eisbären und vielleicht denkt man noch an Eskimos – politisch korrekt Inuit. Dass es auf diesem riesigen unwirtlichen Flecken Erde auch Menschen gibt, die Filme machen, verwundert sicher erst einmal, es gibt schließlich gerade mal nur 60 000 Bewohner auf Grönland. Und was für Filme diese Grönländer machen, kann durchaus als qualitativ hochwertig angesehen werden.
Sieben Kurzfilme wird es in dieser Ausgabe von Future Shorts am 20. April im Supermarkt zu sehen geben. Sieben internationale Arbeiten, deren Erzählungen sich vom Sex im Swingerclub (“Venus”), der Liebe zum Buch (“To Die By Your Side”) über Teenagerliebe in Zeiten moderner Kommunikationsmittel (“The Arm”) bis hin zur existenziellen Betrachtung des Lebens ohne Kopf (“The Man Without A Head”) spannen.







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