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17.02.2012
Das Panorama-Publikum im Blick
“There’s always the possibility of a fiasco. But there’s also the possibility of bliss” formulierte Joseph Campbell in seinem Standardwerk “The Hero with a Thousand Faces” über universelle Erfahrungsmuster, die sich in allen Mythologien unseres Planeten nachweisen lassen. Es ist dieser Joseph Campbell der ungewollt enormen Einfluss auf das Kino der letzten 35 Jahre ausübt, denn in den späten 1970en begann mit “Star Wars” und seinem Schöpfer George Lucas, der ein Bewunderer Campbells ist, weniger eine Neuerfindung des Films als eine Neuerfindung des Publikums.
16.02.2012
Interview mit der “Vierzehn”-Regisseurin Cornelia Grünberg
In ihrer Dokumentation “Vierzehn” begleitet Regisseurin Cornelia Grünberg vier 14-jährige, schwangere Mädchen. Von der Entscheidung, nicht abzutreiben, über die Geburt und die ersten schlaflosen Nächte bis hin zu den Schulbesuchen mit Baby ist die Kamera dabei. Immer ganz nah dran und doch mit einer erstaunlichen Objektivität zeigt “Vierzehn” die Höhen und Tiefen schonungslos und wertfrei. Auf der Berlinale läuft die Dokumentation in der Sektion Generation außer Konkurrenz.
15.02.2012
Eine Zwischenbilanz zur Berlinale Halbzeit
Die erste Hälfte der 62. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele zu Berlin ist vorüber, Zeit sich in der Redaktion auszutauschen und das bisher Gesehene Revue passieren zu lassen. Ungewohnte Einstimmigkeit herrschte bei den Beteiligten am gemeinsamen Berlinale-Blog von kino-zeit.de und berliner-filmfestivals.de über die hohe Qualität im 2012er-Wettbewerb, der in den letzten Jahren doch arg gescholten wurde. Zwei Filme stehen in der Gunst besonders weit oben: Der erste Beitrag aus der Schweiz seit einer gefühlten Ewigkeit: “L’ enfant d’en haut” (“Sister”) von Ursula Meier und Christian Petzolds “Barbara”.
13.02.2012
Julian Pörksens zweiter Kurzfilm in der Perspektive Deutsches Kino
Christoph Schlingensief lernte der Leipziger Dramaturgiestudent Julian Pörksen bei einem Totenfest in Nepal kennen. Das Geld für eine Südamerikareise war schon angespart, als Schlingensief ihm ein Praktikum als Produktionsassistent in Manaus (Brasilien) anbot. Nun läuft Pörksens zweiter Kurzfilm “Sometimes we sit and think and sometimes we just sit” in der Sektion Perspektive Deutsches Kino bei der diesjährigen Berlinale. Der Werdegang des jungen Leipzigers setzt sich aus kleinen Zufällen zusammen – und einem Quäntchen Glück.
13.02.2012
Berlinale Forum
Partnerschaften, die ein Leben lang andauern, sind heutzutage echte Mangelware. Die Gründe hierfür sind vielfältig, reichen sie doch von einem zunehmenden Trend gen Individualisierung über das Ende vom Abhängigkeitsverhältnis zwischen Frauen und Männern bis hin zur Enttabuisierung von Trennung und Scheidung.
12.02.2012
Wenn Nazis aus dem Weltall zu heimlichen Berlinale-Superstars werden
Der womöglich mit den meisten Erwartungen herbeigesehnte Film der Berlinale war neben SRKs “Don – The King is back” wohl am ehesten die finnische SciFi-Trash-Nazi-Satire “Iron Sky” von Timo Vuorensola, der im April auch in den deutschen Kinos startet. Dass hier (mit Ausnahme von Götz Otto und Udo Kier) keine “big names” oder allenfalls Nischenstars mitwirken, spielt dabei für die Beliebtheit des Films, mehr noch für den Hype, der rund um ihn entstanden ist, keine Rolle.
11.02.2012
Interview mit “This Ain´t California”-Regisseur Marten Persiel
Filmemacher Marten Persiel belebt mit seinem Dokumentarfilm “This Ain´t California” die fremde Welt der Rollbrettfahrer in der DDR wieder und hat wahre Schätze an Super-8-Filmen aus dieser Zeit geborgen. Er erzählt die Pubertätsgeschichte dreier Teenager, die auf dem Asphalt der bröckelnden DDR der 80er Jahre ausgerechnet das Skateboard für sich entdecken.