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	<description>Jeder Tag ein Festivaltag!</description>
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		<title>26. Teddy Award im Flughafen Schönefeld</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 07:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationale Filmfestspiele Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen Schönefeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Ulrike Ottinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 17. Februar wird im Zentralflughafen Tempelhof zum 26. Mal der wichtigste queere Filmpreis, der Teddy Award, im Rahmen der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin vergeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16869" class="wp-caption alignleft" style="width: 258px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/teddy_poster.jpg"><img class="size-full wp-image-16869 " title="teddy" src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/teddy_poster.jpg" alt="26. Teddy Award" width="248" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">26. Teddy Award</p></div>
<p>Am 17. Februar wird im Zentralflughafen Tempelhof zum 26. Mal der <strong>wichtigste queere Filmpreis</strong>, der Teddy Award, im Rahmen der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin vergeben: Das leicht unförmige Bärenbrüderchen – Trophäe in den Kategorien bester Spielfilm, bester Dokumentar/Essayfilm und bester Kurzfilm. Diesbezüglich heißt es abzuwarten. Die Berlinale startet in wenigen Tagen und der ein oder andere Gewinnerfilm wird sich mutmaßlich innerhalb der ersten Festivaltage absetzen. Dann darf spekuliert werden, wer zwischen Gate und Landebahn die lautesten Freudenschreie übers Tempelhofer Feld schicken darf. Erinnert sei an dieser Stelle aber an einen herausragenden (und prämierten) Beitrag aus dem Jahr 2011: &#8220;<em>The Ballad of Genisis and Lady Jaye</em>&#8221; (Marie Loser) &#8211; heult der komplette Kinosaal bereits auf der Premiere, ist der Teddy nur noch einen Kunstwimpernschlag entfernt. Das wollen wir wieder!</p>
<p>Doch trotz Ermangelung filmischer Ankündigen – das Rahmenprogramm steht. Und soll natürlich nicht vorenthalten werden. 2012 sind schon jetzt zwei außerordentliche Awards bekannt: Für ihr Lebenswerk werden die stilbildende deutsche Regisseurin und Avantgardistin <strong>Ulrike Ottinger</strong>, sowie Trans-Superstar der ersten Stunden, Mario Montez, geehrt. Beide Meister im Spiel der Identitäten und emanzipatorisch inspirierende Ikonen der Filmwelt. Durch die Gala leitet<strong> Jochen Schropp</strong>, bekannt als Schauspieler und Moderator, dessen Portfolio sich von Loveparade-Moderationen über Rechtsmedizin-Rollen im Haller Polizeiruf 110 erstreckt und der seit 2010 seinen Platz als &#8220;X-Factor&#8221;-Host auf VOX gefunden hat. Beste Voraussetzungen also, um zwischen Marianne Rosenberg, Stereo Total und Peaches zu changieren, die alle auf der großen Bühne der Teddy Awards ihre sehr<strong> individuelle Form </strong>von Kunst präsentieren. Es scheint, auch dieses Jahr, wieder gewohnt grell zu werden. Sehr schön.</p>
<p>Carolin Weidner</p>
<p><strong>26. Teddy Award</strong>, 17. Februar, Flughafen Schönefeld, Karten unter <a href="http://news.teddyaward.tv/" target="_blank">www.news.teddyaward.tv</a></p>
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		<title>Die Sektion Forum der 62. Berlinale</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 11:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationale Filmfestspiele Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[62. Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Al Juma Al Akheira]]></category>
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		<category><![CDATA[Yahya Alabdallah]]></category>

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		<description><![CDATA[International, genreübergreifend und mit dem besonderen Blick für Produktionen fernab des Mainstreams präsentiert sich das Forum auch in diesem Jahr als die "risikofreudigste Sektion der Berlinale". Die insgesamt 38 Filme im Hauptprogramm der Berlinale-Sektion, von denen allein 26 in der Hauptstadt ab kommende Woche ihre Weltpremiere erleben werden, kennen thematisch keine Grenzen und reichen von zeitlosen, persönlichen Alltagsgeschichten bis hin zu aktuellen politischen und globalen Problemstellungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16963" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/beziehungsweisen.jpg"><img class="size-full wp-image-16963" title="beziehungsweisen" src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/beziehungsweisen.jpg" alt="Filmszene: &quot;Bezieungsweisen&quot;, Foto: Calle-Orweg-Filmproduktion" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Filmszene: &quot;Bezieungsweisen&quot;, Foto: Calle-Orweg-Filmproduktion</p></div>
<p>International, genreübergreifend und mit dem besonderen Blick für Produktionen fernab des Mainstreams präsentiert sich das Forum auch in diesem Jahr als die &#8220;risikofreudigste Sektion der Berlinale&#8221;. Die<strong> insgesamt 38 Filme</strong> im Hauptprogramm der Berlinale-Sektion, von denen allein 26 in der Hauptstadt ab kommende Woche ihre Weltpremiere erleben werden, kennen thematisch keine Grenzen und reichen von zeitlosen, persönlichen Alltagsgeschichten bis hin zu aktuellen politischen und globalen Problemstellungen.</p>
<p>So zieht sich die Frage nach der <strong>individuellen Lebensgestaltung</strong> durch verschiedene Beiträge, etwa wenn Youssef in &#8220;<em>Al Juma Al Akheira</em>&#8221; (&#8220;<em>The Last Friday</em>&#8220;, Yahya Alabdallah) im fernen Jordanien angesichts seines rebellischen Sohnes und einer ihm bevorstehenden Operation plötzlich aus seinem lethargischen Leben als Taxifahrer ausbrechen muss oder wenn die Restauratorin Magdalena im Film &#8220;<em>Spanien</em>&#8221; (Anja Salomonowitz) vor ihrem gewalttätigen und kontrollsüchtigen Ex-Ehemann in die Arme eines Fremden flüchtet. Auch &#8220;<em>Toata lumea din familia noastra</em>&#8221; (&#8220;<em>Everybody in Our Family</em>&#8220;, Radu Jude) verschreibt sich diesem Topoi, indem sich hier ein<strong> rumänisches Familiendrama</strong> hinter verschlossenen Türen entspinnt, dessen Dreh- und Angelpunkt wie so oft die Scheidung zweier Elternteile ist.</p>
<p>Der Film schließt damit zum Teil auch an die Liebes- und Beziehungsfragen an, denen sich andere Beiträge des Forums in diesem Jahr widmen werden: So nähert sich der Dokumentarfilm &#8220;<em>What Is Love</em>&#8221; (Ruth Mader) fünf verschiedenen Lebens- und Beziehungsmodellen, die vom Single-Dasein über das alteingesessene Ehepaar bis hin zur Patchworkfamilie reichen. Ähnliches unternimmt auch der Beitrag &#8220;<em>Beziehungsweisen</em>&#8221; (&#8220;<em>Negotiating Love</em>&#8220;) von Calle Overweg, welcher im <strong>Mockumentary-Stil</strong> Paaren während einer Therapiesitzung die Möglichkeit gibt, ins Antlitz der eigenen Beziehung zu blicken. Übrigens wird sich auch das amerikanische Independent-Kino mit drei Beiträgen in den Reigen der Familien- und Alltagsgeschichten einreihen, wenn in &#8220;<em>For Ellen</em>&#8221; (So Yong Kim) ein hedonistischer Rockmusiker endlich seinen väterlichen Pflichten nachkommen will, &#8220;<em>Francine</em>&#8221; (Brian M. Cassidy, Melanie Shatzky) das neu beginnende Leben einer <strong>ehemaligen Gefängnisinsassin</strong> porträtiert und &#8220;<em>Kid-Thing</em>&#8221; von David Zellner vom Schicksal einer texanischen verwahrlosten Kleinstadtgöre berichtet.</p>
<div id="attachment_16964" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/friends.jpg"><img class="size-medium wp-image-16964 " title="friends after 3.11" src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/friends-300x168.jpg" alt="Filmszene: &quot;friends after 3.11&quot;" width="240" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Filmszene: &quot;friends after 3.11&quot;</p></div>
<p>Mit Blick auf das andere Ende der Welt –  genauer auf Japan –  verschieben sich jedoch die thematischen Dimensionen weg von persönlichen Einzelschicksalen hin zu politischen und global brisanten Größenordnungen. Im Fokus stehen hierbei der Tsunami und das daraus resultierende Atomkraftwerk-Unglück von Fukushima, das im März vergangenen Jahres die Welt in Atem hielt. Gezeigt werden hier nicht nur das Ausmaß von <strong>Zerstörung und Verstrahlung</strong> nach dem GAU (&#8220;<em>No Man’s Zone</em>&#8220;, Fujiwara Toshi), sondern genauso die immer noch andauernden ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme des Landes, die sowohl in &#8220;<em>friends after 3.11</em>&#8221; von Iwai Shunji als auch in &#8220;<em>Nuclear Nation</em>&#8221; von<strong> Funahashi Atsushi</strong> dem Berlinale-Publikum vor Augen geführt werden.</p>
<p>Bereits zum siebten Mal in Folge wird die Sektion zusätzlich durch die Unterkategorie<strong> Forum Expanded</strong> angereichert, die auch in diesem Jahr Raum alles jenseits der gängigen Spielfilmlänge bietet und den Begriff Kino mit anderen Kunstformen wie Ausstellungen, Videoinstallationen und experimentellen Kurzfilmen intensiv verschränkt. Die Formulierung &#8220;<em>risikofreudigste Sektion der Berlinale</em>&#8221; scheint also bereits vorab vage und zugleich treffend die Bandbreite des diesjährigen Forums zu beschreiben, wenn auch die Kennzeichnung &#8220;<em>Alles, bloß nicht konventionell</em>&#8221; gleichermaßen passend erscheint.</p>
<p>Alina Impe</p>
<p><a href="http://berliner-filmfestivals.de/comunigup/internationale-filmfestspiele-berlin" target="_blank"><strong>ÜBERSICHT ZUR 62. BERLINALE</strong></a></p>
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		<title>Interview mit dem Zeughauskino-Leiter Jörg Frieß</title>
		<link>http://berliner-filmfestivals.de/2012/02/interview-mit-dem-zeughauskino-leiter-jorg-fries</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 18:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Lang]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Frieß]]></category>
		<category><![CDATA[Porgrammkino]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>
		<category><![CDATA[Zeughauskino]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Zeughauskino, eines der unverzichtbaren Programmskinos dieser Stadt, feiert gerade mit einer großen Fritz Lang-Retrospektive seinen 20 Geburtstag. Über zwei Monate sind die Filme des wegweisenden Regisseurs zu sehen. Im Interview spricht der Leiter des Kinos, Jörg Frieß, über seine Beziehung zu Fritz Lang und die Zukunft des Kinos.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16954" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/joerg_frieß.jpg"><img class="size-medium wp-image-16954" title="Joerg Frieß by A. Sohn" src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/joerg_frieß-200x300.jpg" alt="Jörg Frieß ist seit 2006 Leiter der Kinemathek des Deutschen Historischen Museums, Foto: A. Sohn" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Jörg Frieß ist seit 2006 Leiter der Kinemathek des Deutschen Historischen Museums, Foto: A. Sohn</p></div>
<p>Das Zeughauskino, eines der unverzichtbaren Programmskinos dieser Stadt, feiert gerade mit einer großen <a href="http://berliner-filmfestivals.de/2012/01/fritz-lang-retrospektive-im-zeughauskino" target="_blank">Fritz Lang-Retrospektive</a> seinen 20 Geburtstag. Über zwei Monate sind die Filme des wegweisenden Regisseurs zu sehen. Im Interview spricht der Leiter des Kinos,<strong> Jörg Frieß</strong>, über seine Beziehung zu Fritz Lang und die Zukunft des Kinos.</p>
<p><strong>War Fritz Lang für sie selbst prägend?</strong><br />
Die Filme von Fritz Lang begleiten mich spätestens seit meinem Studium durchs Leben. Prägend waren unter anderem Langs Filme für die Erkenntnis, dass Filmgeschichte eine große Schatzkammer neuer Kinoerfahrungen sein kann.</p>
<p><strong>Man verbindet Langs Schaffen vor allem mit seinem Meisterwerk &#8220;<em>Metropolis</em>&#8220;, dabei hat er nicht nur das Science-Fiction-Genre sondern auch den Spionage- und Kriminalfilm maßgeblich geprägt. Was macht sein Schaffen noch heute aktuell?</strong><br />
Die Selbstverständlichkeit und Raffinesse, mit der sich in Langs Filmen die Grenzen zwischen bürgerlichen Kunstvorstellungen und populärkulturellen Traditionen auflösen.</p>
<p><strong>Wann haben sie mit der Planung für die Retrospektive begonnen? Was war Ihnen wichtig?</strong><br />
Die Entscheidung für eine Fritz Lang-Retrospektive anlässlich des 20. Geburtstags des Zeughauskinos fiel vor etwa acht Monaten. Wichtig war uns im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eine Retrospektive auf die Beine zu stellen, die zumindest Langs OEuvre als Regisseur möglichst umfassend abdeckt.<br />
<strong><br />
Konnten sie auf originale Filmkopien zurückgreifen oder greifen sie auf digitale Medien zurück?</strong><br />
Im Rahmen der Retrospektive kommen fast ausschließlich 35mm-Kopien zum Einsatz. In einigen wenigen Ausnahmen werden wir auf 16mm-Kopien oder BetaSP-Cassetten zurückgreifen müssen, da keine vorführbaren 35mm-Kopien verfügbar sind.</p>
<p><strong> Das Zeughauskino feiert in diesem Jahr seinen 20 Geburtstag und hat sich mit seinen Filmreihen und Retrospektiven zu einem unersetzlichen Ort für filmhistorische Aufarbeitung entwickelt. Erinnern sie sich noch an ihren ersten Tag?</strong><br />
Mein erster Arbeitstag fand Mitte August 2006 statt, also in einem Monat, in dem das Zeughauskino seine Sommerpause einlegt. Ich lernte vor allem die Kolleginnen und Kollegen kennen: ein Team, das mit Leidenschaft und großem Sachverstand für das Zeughauskino arbeitet.</p>
<p><strong>Was hat sie in ihrer Arbeit als Leiter des Kino am meisten beeindruckt?</strong><br />
Bewegend ist immer wieder die Erfahrung, wenn nach manchmal monatelanger Klärung der Kopien- und Rechtefragen die gelieferte Filmkopie im Projektor liegt, im dunklen Kinosaal das Filmbild auf der Leinwand erscheint und mit einem Mal alle Erinnerungen an die Kinoarbeit verschwinden und der Film seine Magie entfaltet.</p>
<p><strong>Nicht nur wegen der Digitalisierung der Kinosäle werden es Arthouse- und  Programmkinos in den kommenden Jahren immer schwieriger haben, sich am Markt zu behaupten. Vor allem kämpfen sie zunehmend darum, ihr Publikum zu bewahren. Wie sehen sie die Zukunft ihres Kinos?</strong><br />
Die Zukunft des Zeughauskinos wird bei allen anstehenden technischen Neuerungen, etwa der Umrüstung zu einem so genannten Hybrid-Kino, mit seiner Geschichte nicht brechen. Das Zeughauskino wird also ein Repertoirekino bleiben, das vor allem filmhistorische Reihen präsentieren und Film- und Zeitgeschichte vermitteln wird, mit dem Ziel, für unser Programm immer mehr Zuschauerinnen und Zuschauer zu begeistern.</p>
<p>Interview: Martin Daßinnies</p>
<p><a href="http://berliner-filmfestivals.de/2012/01/fritz-lang-retrospektive-im-zeughauskino" target="_blank"><strong>Fritz Lang Retrospektive</strong></a>, Zeughauskino, 1. Februar bis 31. März, Programm unter <a href="http://www.dhm.de/kino/" target="_blank">www.dhm.de</a></p>
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		<title>Gary Oldman über seinen neuen Film &#8220;Dame, König, As, Spion&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 08:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Agent]]></category>
		<category><![CDATA[Dame König As Spion]]></category>
		<category><![CDATA[Gary Oldman]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der Verfilmung von John Le Carrés "Dame, König, As, Spion" kehrt Gary Oldman als Agent Smiley auf die ganz große Bühne zurück. Der Brite galt lange Jahre dank Rollen als kaltblütiger Junkie-Cop Stansfield in "Léon – Der Profi" oder als ebenso tragisch-liebender, wie blutrünstiger Graf Dracula in Coppolas "Bram Stoker's Dracula" als der Bösewicht schlechthin. Als Agent Smiley agiert er deutlich weniger körperlich und geht prompt ins Rennen um einen Oscar als bester Männlicher Hauptdarsteller. Im Interview spricht Oldman über den Reiz von Spionagegeschichten, James Bond und die Oscars.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16934" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/Dame_Koenig_As_Spion_c_Studiocanal.jpg"><img class="size-full wp-image-16934" title="Dame Koenig As Spion, Foto: Studiocanal" src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/Dame_Koenig_As_Spion_c_Studiocanal.jpg" alt="Gary Oldman: &quot;Als Schauspieler sucht man eine Art von Wahrheit&quot;" width="500" height="336" /></a><p class="wp-caption-text">Gary Oldman: &quot;Als Schauspieler sucht man eine Art von Wahrheit&quot;</p></div>
<p style="text-align: left;">Mit der Verfilmung von John Le Carrés &#8220;<em>Dame, König, As, Spion</em>&#8221; kehrt <strong>Gary Oldman</strong> als Agent Smiley auf die ganz große Bühne zurück. Der Brite galt lange Jahre dank Rollen als kaltblütiger Junkie-Cop Stansfield in &#8220;<em>Léon – Der Profi</em>&#8221; oder als ebenso tragisch-liebender, wie blutrünstiger Graf Dracula in Coppolas &#8220;<em>Bram Stoker&#8217;s Dracula</em>&#8221; als der Bösewicht schlechthin. Als Agent Smiley agiert er deutlich <strong>weniger körperlich</strong> und geht prompt ins Rennen um einen Oscar als bester Männlicher Hauptdarsteller. Im Interview spricht Oldman über den Reiz von Spionagegeschichten, James Bond und die Oscars.</p>
<p><strong> Mr. Oldman, wie haben Sie sich auf die Rolle des alternden Top-Spions Smiley vorbereitet?</strong><br />
Ich habe das Buch gelesen. Mit John Le Carre, dem Romanautor, habe ich nur ein einziges Mal gesprochen. Seine ganze Welt findet sich in seinem Buch. Es ist sehr nützlich, wenn man einen Autor hat, der Spion war.</p>
<p><strong>Hat Ihnen John Le Carre in diesem Gespräch Geheimnisse anvertraut, die sich nicht in seinem Buch finden?</strong><br />
Er hat nichts erzählt, was nicht auch im Buch stünde. Dafür erfuhr ich mehr über die Paranoia und die ständige Furcht, mit der Spione leben müssen. Darüber, wie wichtig es ist, immer verdeckt zu arbeiten und gleichzeitig niemand erzählen zu dürfen, wer man wirklich ist. Über Opfer, die du erbringen musst. Ich könnte so nicht leben. Wir haben den Film beim MI-6 gezeigt – und die liebten ihn. Da war ein Typ, dessen Familie keine Ahnung hatte, was er eigentlich macht.</p>
<p><strong>Wieso sind Spionagefilme immer noch in Mode?</strong><br />
Wir mögen Geheimnisse und wollen wissen, wer stirbt. Dieses Genre wird es immer geben. Sherlock Holmes fasziniert uns.</p>
<p><strong>Verändert unsere moderne Technik das Leben heutiger Spione?</strong><br />
Ich glaube an der Prämisse hat sich nichts verändert. Die Leute kehren zurück in eine analoge Welt. Machen Dinge auf die altmodische Art. Das ist sicherer. Jeder Computer kann gehacked werden. Sie bewahren Geheimnisse lieber in einer Akte, in einem Safe als im Cyberspace auf.</p>
<p><strong>Le Carre sagt, das Buch sei eine Metapher auf unsere heutige Welt. Bedeutet das nicht, dass wir alle ziemlich paranoid sind?</strong><br />
Wir sind sehr paranoid! Gerade in der Berufswelt. Spione unter Spionen. Keiner, der dem anderen traut. Immer jemand, der dem anderen über die Schulter schaut. Wir entdecken, wie gute Leute betrügen, sich Geld nehmen oder Steuern hinterziehen.</p>
<p><strong>Wie paranoid ist das Filmbusiness in Hollywood?</strong><br />
Es ist gerade für Frauen sehr hart. Es muss hart sein, eine Schauspielerin zu sein.</p>
<p><strong>Gibt es Eigenschaften, die Schauspieler und Spione gemeinsam haben?</strong><br />
Ich glaube nicht. Vielleicht die Beobachtung. Als Schauspieler sucht man eine Art von Wahrheit. In der Welt der Spione hat alles zwei Seiten. Das muss ein merkwürdiger Beruf sein.</p>
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		<title>Drei Empfehlungen für die 25. Transmediale</title>
		<link>http://berliner-filmfestivals.de/2012/01/drei-empfehlungen-fur-die-25-transmediale</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 13:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Transmediale]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Dominic Gagnon]]></category>
		<category><![CDATA[Michaela Buescher]]></category>
		<category><![CDATA[Till Nowak]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Leinwand am Ende des Ganges, darauf zu sehen: Frauen die sich allein betrinken, gegen genveränderte Lebensmittel eintreten, vor üblen Männern warnen oder Videospiele hacken, sodass ihre eigene Gefühlslandschaft als Pixelschrift überm Avatar aufleuchtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16919" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/ieces_DominicGagnon_metal04_web.jpg"><img class="size-full wp-image-16919" title="Pieces " src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/ieces_DominicGagnon_metal04_web.jpg" alt="&quot;Pieces and Love All to Hell&quot; von Dominic Gagnon" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Pieces and Love All to Hell&quot; von Dominic Gagnon</p></div>
<p style="text-align: left;">Eine Leinwand am Ende des Ganges, darauf zu sehen: Frauen die sich allein betrinken, gegen genveränderte Lebensmittel eintreten, vor üblen Männern warnen oder Videospiele hacken, sodass ihre eigene Gefühlslandschaft als Pixelschrift überm Avatar aufleuchtet. Was ohne Zusammenhang wahllos aneinander geschnitten scheint, es ist Konzept von <strong>Dominic Gagnon</strong>. &#8220;<em>Pieces and Love All to Hell</em>&#8221; heißt das Projekt, das auf ca. 2011 datiert wird. &#8220;Als unangemessen melden&#8221; &#8211; der unscheinbare Button, der unter jedem YouTube Video mit einer Fahne symbolisiert wird, markiert die <strong>Grenzen der Freiheit</strong> im Internet. Einmal von anonymen Nutzern geflaggt, ist das Video, nach Prüfung durch das ebenfalls anonyme YouTube-Team, schnell und für immer verschwunden. Und hier  schaltet sich Dominic Gagnon ein.</p>
<p>Er &#8220;rettet&#8221; die <strong>geflaggten Videos</strong> vor ihrer Löschung und collagiert sie zu einer dunklen Mythologie des amerikanischen Survivalismus. Hier kommen Menschen zu Wort, die dem Staat aufs Tiefste misstrauen, die ihre Mitbürger warnen und sich bewaffnen. So entsteht ein unklares Bild. Während sich die Protagonisten vor dem allmächtigen amerikanischen Staat fürchten, weiß der Betrachter nicht so recht, was in dieser &#8220;Hölle&#8221; am bedrohlichsten ist: Die Vereinigten Staaten von Amerika, die Verschwörungstheorien ihrer bis an die Zähne bewaffneten Kritiker oder die <strong>anonyme Zensurmacht</strong> der netzbeherrschenden Konzerne. Während RIP in Pieces America (transmediale.10) überwiegend Männer zu Wort kommen ließ, widmet sich &#8220;<em>Pieces and Love All to Hell</em>&#8221; fast ausschließlich weiblichen Protagonistinnen. Über sechzig Minuten reihen sich so mal berührende, dann wieder banale Sequenzen aneinander und man kommt nicht umhin zu fragen, wer da wohl dissidiert hat. So ist Gagnons Sammlung vielleicht eher <strong>Einblick in fremde Befindlichkeiten</strong>, sowohl auf User-, als auch  Produzenten-Seite. Politisch und soziologisch, zwischen Langeweile, Voyeurismus und Spannung changierend, hochinteressant. Gagnos Arbeit ist nicht im Theatersaal zu sehen, sondern läuft in Endlosschleife fast ein wenig unscheinbar im Bereich zwischen Toilette, Ausgang und HKW-Shop.</p>
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		<title>Berlinale-Leiter Dieter Kosslick im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationale Filmfestspiele Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Petzold]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Kosslick]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Christian Schmid]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Glasner]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin steuert allmählich dem größten Spektakel des Jahres entgegen. Die 62. Berlinale wird in diesem Jahr 400 Filme in sechs Sektionen und zahlreichen Sonderreihen präsentieren. Für Dieter Kosslick (63), mittlerweile im elften Jahr Leiter der Festspiele, beginnt darüber hinaus eine weitere Amtszeit. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14104" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/Dieter_Kosslick.jpg"><img class="size-medium wp-image-14104" title="Dieter Kosslick" src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/Dieter_Kosslick-223x300.jpg" alt="Dieter Kosslick, Foto: Berlinale" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dieter Kosslick, Foto: Berlinale</p></div>
<p>Berlin steuert allmählich dem größten Spektakel des Jahres entgegen. Die<strong> <a href="http://berliner-filmfestivals.de/comunigup/internationale-filmfestspiele-berlin" target="_blank">62. Berlinale</a> </strong>wird in diesem Jahr 400 Filme in sechs Sektionen und zahlreichen Sonderreihen präsentieren. Für <strong>Dieter Kosslick</strong> (63), mittlerweile im elften Jahr Leiter der Festspiele, beginnt darüber hinaus eine weitere Amtszeit. Wir haben uns mit populären Festivaldirektor über die diejährigen Schwerpunkte des Festivals, seine verlängerte Dienstzeit und die Rolle des Kinos als sozialen Raum unterhalten.</p>
<p><strong>Herr Kosslick, im Wettbewerb der 62. Berlinale finden sich mit Christian Petzold, Matthias Glasner und Hans-Christian Schmid drei Stammgäste der hiesigen Festspiele. Welche Rolle spielt der deutsche Film im internationalen Arthouse Kino? </strong><br />
Deutsche Filmemacher haben sich etabliert und gewinnen seit Jahren internationale Preise. Nicht nur bei der Berlinale, auch andere Festivals zeichnen Filmemacher wie Fatih Akin, Andreas Dresen oder Tom Tykwer aus. Christian Petzold, Matthias Glasner und Hans-Christian Schmid haben schon früh ihre Filme bei der Berlinale gezeigt, als sie noch zum filmischen Nachwuchs gehörten. Dass wir sie jetzt alle drei mit ihren neuen Werke im Wettbewerb haben, bestätigt ganz wunderbar die Philosophie unseres Festivals: Neuentdeckungen zu machen und deren Werk zu begleiten.</p>
<p><strong>Wohin bewegt sich das internationale Arthouse-Kino? Gibt es Trends, die sich im aktuellen Berlinale-Programm erkennen lassen?</strong><br />
Es gibt zwei Tendenzen: Dokumentarische Themen nehmen Einfluss auf fiktionale Filme. Manche Spielfilme wirken wie Dokumentarfilme und umgekehrt. Das zeigt sich zum Beispiel im Panorama am Spielfilm &#8220;<em>Diaz- Don&#8217;t  clean up this blood</em>&#8221; über den G8 Gipfel in Genua. Und das Experimentieren mit Genres läßt sich beobachten. Die Filmemacher haben Lust eigene Variationen von Genrefilmen zu machen. Auch der Wettbewerbsfilm &#8220;<em>Dictado</em>&#8221; spielt mit Genrekonventionen des Psychothrillers.</p>
<p><strong>Im letzten Jahr spielte die Finanzkrise auch auf der Leinwand eine Rolle. Erinnert sei u.a. an &#8220;<em>Margin Call</em>&#8220;, der Ende 2011 auch den Weg in die Kinos fand. Wie wirkt die Krise auf die Filmkunst?</strong><br />
Wenn es Krisen im echten Leben gibt, dann ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis auch das Kino das Thema und die Folgen der entsprechenden Krise aufgreift. Das war bei &#8220;<em>Margin Call</em>&#8221; der Fall. Übrigens: Der Regisseur J. C. Chandor wurde gerade zum besten Nachwuchsregisseur in den USA gewählt.</p>
<p><strong>Zu den Themen, die die Berlinale-Filme aufgreifen: Rechtsextremismus und Migration sollen zentrale Rollen spielen. Was können Sie uns dazu sagen?</strong><br />
Persönliche und politische Umbrüche spielen eine Rolle, dabei sind auch Migration und Rechtsextremismus Themen. Viele auch dokumentarische Filme zeigen das Geschehen – z. B. des sogenannten &#8220;Arabischen Frühlings&#8221; aus der Sicht der Betroffenen.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen Filmfestivals? Heute und in Zukunft?</strong><br />
Filmfestivals sind eine Plattform für den Film, die Filmemacher, die Filmindustrie. Bei der Berlinale trifft sich die Filmbranche auf einem der drei größten Filmmärkte, das Publikum strömt ins Kino und kauft jedes Jahr knapp 300.000 Tickets. Wir haben so viele unterschiedliche Bereiche, dass es praktisch für jede Art von Film die richtige Plattform gibt. Und dann bekommt ein Film natürlich durch die Teilnahme an einem Festival die Aufmerksamkeit der anwesenden internationalen Presse. Aber Festivals müssen v. a. Lust auf’s Kino machen, egal für welche Berufsgruppe.</p>
<p><strong>Seit diesem Jahr kooperiert die Berlinale auch mit dem New Yorker MoMA, wo im letzten Jahr die Filmreihe &#8220;Carte Blanche: Dieter Kosslick, der kulinarische Cineast&#8221; zu sehen war. Werden Filmfestivals zu Museen für Film? Oder ziehen umgekehrt Filme in die Museen ein?</strong><br />
Es ist doch toll, wenn man Grenzen suchen und neue Formen der Präsentation ausprobieren kann. Wenn dann noch eine so renommierte Institution wie das MoMA an Bord ist, freut mich das sehr. Innovative Wege können auch den Blick erweitern: Unsere Initiative Forum Expanded zeigt, dass neue Wege innerhalb eines so traditionellen und großen Festivals wie der Berlinale sehr erfolgreich begangen werden können. Die Zusammenarbeit mit Galerien und Museen bringt völlig neue Dimensionen in das Festival und für die Filme.</p>
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		<title>Die Panorama-Sektion der 62.Berlinale</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 07:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationale Filmfestspiele Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Brötzmann - Da gehört die Welt mal mir]]></category>
		<category><![CDATA[Dollhouse]]></category>
		<category><![CDATA[Héléna Klotz]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Roman Pölsler]]></category>
		<category><![CDATA[Kirsten Sheridan]]></category>
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		<category><![CDATA[La mer à l’aube]]></category>
		<category><![CDATA[Love]]></category>
		<category><![CDATA[L´age atomique]]></category>
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Rentaneko]]></category>
		<category><![CDATA[Rosa von Praunheim]]></category>
		<category><![CDATA[The Summit]]></category>
		<category><![CDATA[Uli M. Schueppel]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Schlöndorff]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Panorama-Sektion der 62.Berlinale verspricht mit Sicherheit vieles: egomanische Selbstfindungstripps ("Brötzmann - Da gehört die Welt mal mir", Uli M. Schueppel), bewegte Männer ("König des Comics"), verstörte Frauen ("Dollhouse, Love"), Gewissensfragen ("La mer à l’aube") und Gewissensbisse ("The Summit"). ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16884" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/retaneko.jpg"><img class="size-full wp-image-16884" title="Rentaneko" src="http://berliner-filmfestivals.de/wp-content/uploads/retaneko.jpg" alt="&quot;Rentaneko&quot; - Miauen und Four-Letter-Words " width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Rentaneko&quot; - Miauen und Four-Letter-Words </p></div>
<p style="text-align: left;">Die Panorama-Sektion der 62.Berlinale verspricht mit Sicherheit vieles: egomanische Selbstfindungstripps (&#8220;<em>Brötzmann &#8211; Da gehört die Welt mal mir</em>&#8220;, Uli M. Schueppel), bewegte Männer (&#8220;<em>König des Comics</em>&#8220;), verstörte Frauen (&#8220;<em>Dollhouse, Love</em>&#8220;), Gewissensfragen (&#8220;<em>La mer à l’aube</em>&#8220;) und Gewissensbisse (&#8220;<em>The Summit</em>&#8220;). Ja es wird heftig und obwohl im Schnitt artifiziell gehalten, so wird die Grenze des guten Geschmacks mehr als nur einmal übertreten. Bei all der Melodramatik fehlt dem geneigten Zuschauer eigentlich nur noch ein Film über Neros Mord an seiner Gattin Octavia im Jahre 62. So wird in &#8220;<em>Dollhouse</em>&#8221; (Kirsten Sheridan) gesoffen, gehurt, geraucht und geboren. Caspar Brötzmanns Weltaneignung ist nur ein klein wenig unprätentiöser als die seiner (West)berliner Kollegen Einstürzende Neubauten. Naoko Ogigamis &#8220;<em>Rentaneko</em>&#8221; präsentiert ein sehr japanisches Konzept um Einsamkeit zu bekämpfen &#8211; Katzenvermietung. Die Protagonistin Sayoko betreibt damit zwar ein florierendes Geschäft, doch mit jedem Mehr vom Netto vereinsamt sie zunehmend. Miauen und Four-Letter-Words scheinen hier das verbale Ende des sozialen Lebens zu symbolisieren.</p>
<p>Héléna Klotzs &#8220;<em>L´age atomique</em>&#8221; portraitiert ein Paris, dem irgendwie gar nichts Leichtes mehr anhaftet. Es ist schwer, trist und ebenso einsam wie &#8220;<em>Rentaneko</em>&#8220;. Jedoch ist es ungleich schmutziger und promiskuitiver. Die Trinität des künstlichen Paradieses aus Sex, Drogen und Vergessen wirkt ebenso verbraucht und überflüssig wie die katholische Kirche. Man kann nicht enthaltsam leben &#8211; verausgaben ist irgendwie langweilig geworden. Was tun? Am besten so lange wiederholen bis das Sinnlose einen Sinn ergibt. Etwas mystischer und wesentlicher deutscher wird die Einsamkeit in<strong> Julian Roman Pölslers</strong> Literaturverfilmung von Marlen Haushofers Roman &#8220;<em>Die Wand</em>&#8221; ausgespielt. Eine Hütte in den Bergen und ein Wirtshaus im Tal &#8211; es dürfte schwieriger werden noch eingängiger (und simplifizierender) den Kampf um ein soziales Leben zu veranschaulichen. Volker Schlöndorff dagegen widmet sich in &#8220;<em>La mer à l’aube</em>&#8221; dem Kampf um Selbstbestimmung und der Frage nach Schuld. Es geht um den französischen Hans Scholl Guy Moquet, der am 22. Oktober 1941 in Châteaubriant für das Verteilen von Flugblättern während der <strong>deutschen Besatzung </strong>erschossen wurde, den deutschen Schriftsteller Ernst Jünger, der mit der Aufklärung an dem Mord an einem Wehrmachtsoffizier betraut wurde und später das Ganze so resümiert, das man &#8220;<em>eigentlich nur Fehler machen kann, ob man handelt oder nicht handelt.</em>&#8221; und einem jungen Heinrich Böll, der zu einer Schießübung verdonnert wird. Drei sehr unterschiedliche Charaktere, die auf drei sehr unterschiedlichen Ebenen ein trauriges Vexierspiel geben müssen und so die Bedeutung eines friedfertigen Europas mit genügend Schärfe verdeutlichen.</p>
<p>Eine wesentlich<strong> leichtverdaulichere Männerwirtschaft</strong> darf in Rosa von Praunheims &#8220;<em>König des Comics</em>&#8221; betrachtet werden. Hier geht es um den schwulen Comic-Künstler Ralf König und seinen Werdegang. Angefangen bei seiner Kindheit und Jugend im westfälischen Werl über sein Coming-Out und seinen ersten schwulen Sex. Weiter geht es mit den Jahren an der Uni, seinen ersten Comics und dem Engagement in der Schwulenbewegung. Er spricht ebenso offen über seine langjährigen Beziehungen wie über seine kurzfristigen Affären. Selten war ein Dokumentarfilm, der das Thema gleichgeschlechtliche Liebe  zum Sujet hat, so witzig und hetentauglich. Wo die Neurosen dem Individuum sein Tun erleichtern, es beqem machen und ihm <strong>Denk- und Orientierungsarbeit</strong> ersparen, wirken die Filme der Panorama-Sektion scheinbar gleichgültig. Sie erfüllen die Form und laufen &#8211; mal herzzereißend, mal nachdenklich machend. Dennoch bleiben sie sich selbst treu und stehen dem Eigenbrötler des frühen 21.Jahrhunderts als Kavalier zur Seite.</p>
<p>Joris J.</p>
<p><a href="http://berliner-filmfestivals.de/internationale-filmfestspiele-berlin" target="_blank"><strong>ÜBERSICHT ZUR 62. BERLINALE</strong></a>, Tickets ab 6. Februar unter <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/eintrittskarten/index.html" target="_blank">www.berlinale.de</a></p>
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