“Wir sind die Flut” (“We are the tide”) von Sebastian Hilger


Micha (Max Mauff) trifft auf eines der verschollenen Kinder. Regisseur Sebastian Hilger kreiert einen Feelgood-Mystery-Krimi. © Simon Vu / Anna Wendt Filmproduktion GmbH

Micha (Max Mauff) trifft auf eines der verschollenen Kinder. Regisseur Sebastian Hilger kreiert einen Feelgood-Mystery-Krimi. © Simon Vu / Anna Wendt Filmproduktion GmbH

Astronauten im Wattenmeer

Wenn man sich von der Großstadt aufs Land begibt, scheint gerne mal die Zeit still zu stehen. Vor 15 Jahren verschwanden vor der Küste Windholms das Meer und mit ihm alle Kinder des Dorfes. Genauso leblos wie die andauernde Ebbe wirkt die geisterhafte Ortschaft: verwahrloste Häuser, leergefegte Straßen und beklemmende Ruhe. Mit dem Verschwinden der Kinder sind auch die Hoffnung und Freude der Bewohner gegangen.

Jana (Lana Cooper) und Micha (Max Mauff), zwei junge Physiker aus Berlin, begeben sich auf eigene Faust in das verschlagene Nest, um das Rätsel zu lösen. Die Einheimischen begegnen ihnen mit Skepsis und Distanz und haben nur wenig Interesse daran, ihre Forschungsarbeit zu unterstützen. Lediglich Hanna (Gro Swantje Kohlhof), die letzte Jugendliche Windholms, verspürt noch Optimismus und hilft den beiden das Mysterium zu lüften.

Selten hat es so mitgerissen, sich in die deutsche Einöde zu begeben. Auch wenn hin und wieder die Teile des Puzzles mit der Faust hinein gepresst werden, bis sie endlich passen, macht es doch sehr viel Spaß, sich mit Jana und Micha auf die Schnitzeljagd zwischen griesgrämigen Dorfbewohnern und matschigem Wattenmeer zu begeben.

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