29. FilmFestival Cottbus: „Motherland“ von Tomas Vengris


In „Motherland“ erzählt Regisseur Tomas Vengris eine biographisch geprägte Geschichte zwischen zwei Heimaten. Foto: 29. FFC

Auf der Suche nach der verlorenen Heimat

„Heimat“ – was bedeutet das eigentlich? Für manche ist Heimat der Ort, in dem sie geboren worden oder aufgewachsen sind, für andere ist es eine Sprache, wieder andere finden Heimat in der Kunst oder in lieben Menschen.

Die Protagonistin Viktorija (Severija Janušauskaitė) hat ihr „Mutterland“ Litauen vor 20 Jahren verlassen und ist in die USA geflüchtet. Jetzt – 1992 – kehrt sie mit ihrem 12-jährigen Sohn Kovas (Matas Metlevski) in die alte Heimat zurück. In Litauen möchte die frisch geschiedene Viktorija die Ländereien ihres Vaters zurückerkämpfen – auch gegen den Willen ihrer restlichen Verwandten. Ihre alte Liebe Romas (Darius Gumauskas) soll ihr dabei helfen. Doch so leicht, wie Viktorija sich das Ganze vorgestellt hat, funktioniert es nicht. Auf dem Hof, der Viktorijas Familie gehörte, bevor ihre Eltern abgeholt und in ein Arbeitslager gebracht wurden, wohnt mittlerweile eine verarmte russische Familie. Viktorija will jedoch nicht aufgeben und auch Romas scheint fest entschlossen, den Besitz zurückzufordern. Währenddessen freundet sich Kovas, der beginnt, sich für Mädchen zu interessieren, immer mehr mit Romas‘ tougher Tochter Marija (Barbora Bareikytė) an. Doch schon bald stellt sich die Frage nach Romas‘ wirklichen Absichten.

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26. Oktober 2019 | In Litauisches Kino Goes Berlin

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