“Mishka” von Eskopekka Javanainen (Aug 17)


"Mishka" von Regisseur Eskopekka Javanainen ist unser Open Screening-Kurzfilm des Monats August 17.

“Mishka” von Regisseur Eskopekka Javanainen ist unser Open Screening-Kurzfilm des Monats August 17.

An jedem dritten Mittwoch im Monat können Filmemacher ihre Kurzfilme – ohne Anmeldung, ohne Vorauswahl, ohne Jury – beim Open Screening im Sputnik Kino Kreuzberg präsentieren und jeweils nach der Vorführung mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Unerwünschte Inhalte können vom Publikum mit mehrheitlich gezogener roter Karte gestoppt werden. Das Ganze ist somit so etwas wie ein Filmfestival ohne Netz und doppelten Boden, bei dem ausschließlich Filmemacher und Publikum entscheiden, was gezeigt wird.

berliner-filmfestivals.de präsentiert euch einmal im Monat einen von den Veranstaltern ausgewählten Beitrag der letzen Open Screening-Ausgaben mit einem Interview. Bei uns erfahrt ihr mehr über die Macher der Filme und ihre Pläne.
Nach Robot Dance” von Matthias Fritsch im April, Simon Newby” von Marissa Medal im Mai, Acht Uhr Neunundzwanzig von Charlot van Heeswijk im Juni und The Stages” von John F. McClellan & Charles Marks im Juli, folgt “Mishka” von Eskopekka Javanainen als Open Screening Kurzfilm des Monats August 2017.

Viel Vergnügen mit unserem Interview mit Eskopekka Javanainen und dem Mystery-Streifen “Mishka“…

Eskopekka, worum geht’s in deinem Film?
Eskopekka Javanainen:
Der Film handelt von dem, was unter der Oberfläche verborgen ist. Es geht um die Art und Weise, wie die Wahrnehmung von Dingen, Situationen oder Menschen sich verändert, je mehr Informationen man zur Verfügung hat.

Wie ist die Idee dazu entstanden?
Die Idee zu “Mishka” kam mir, als ich eine junge Frau in der S-Bahn gesehen habe, die einen Tier-Transportkorb dabei hatte. Dieser war verdeckt, so dass man nicht sehen konnte, was für ein Tier darin war oder ob da überhaupt eines war. Neben dem unsichtbaren Tier war da außerdem ein furchtbarer Geruch in der Luft, wie von etwas Verwesendem. Für einen Moment waren diese beiden Wahrnehmungen miteinander verbunden.

Das Ende lässt offen, was da eigentlich im Detail passiert ist. War das deine Absicht? Und: Hast du darüber nachgedacht, die Geschichte weiterzuführen, zum Beispiel mit einem Sequel?
Das Ende bleibt offen für Interpretationen, das ist definitiv beabsichtigt. Aber es gibt ja allerhand Hinweise darauf, was los ist, so dass man zu einer ziemlich genauen Deutung der Ereignisse kommen kann. Was einen möglichen Fortgang der Geschichte betrifft: Ich könnte mir vorstellen eine Langfassung des Kurzfilms zu machen, weil nicht alles drin ist, was ich mit der Story machen wollte. Ob das wirklich passiert, bleibt abzuwarten – es gibt noch so viele andere Sachen die vorher anstehen…

Wie wurde gedreht?
Als Kamera habe ich die Canon 550D benutzt, die für heutige Standards in Sachen Bitrate, Auflösung und Farbtiefe schon etwas überholt ist. Es wurde mit Standard-Linsen und der klassischen 1.8/50 II von Canon gearbeitet. Schnitt und Farbbearbeitung habe ich dann in Premiere Pro und Resolve 12.5 gemacht.

Im Abspann kann man lesen, dass du für Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Farbbearbeitung, Sound, Nachvertonung, Musik u.a. verantwortlich bist. Das ist beeindruckend! Arbeitest du generell lieber so oder hängt das für dich vom Projekt ab?
Ich glaube, dass ich ein besserer Regisseur werde, wenn ich über alle mit dem Filmemachen verbundenen Tätigkeiten ein bisschen Bescheid weiß. Um ein Handwerk zu verstehen, muss man sich auch die Hände schmutzig machen und entwickelt so beim Machen den nötigen Respekt dafür – egal ob es sich um Sound-Aufnahmen, die Szenen-Ausleuchtung oder Nachvertonungen handelt. Wenn du irgendwann soweit bist, Leute dafür zu engagieren, kennst du die Herausforderungen ihres Jobs und weißt, was du erwarten kannst. Und am allerwichtigsten: Du weißt, dass du sie für das, was sie tun, respektieren musst.

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12. August 2017 | In Allgemein | Keine Kommentare »

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