Wieso eigentlich ... Liebe?


Allein in Berlin. Auf der Suche nach der Seele der Stadt trifft der junge Mann eine Verbündete. Wird die Freude auf Dauer sein?!

„Nashorn im Galopp“: Allein in Berlin. Auf der Suche nach der Seele der Stadt trifft der junge Mann eine Verbündete. Wird die Freude auf Dauer sein?! Foto: Shorts Attack

Weil dieser Zustand uns Menschen wohl am stärksten verbindet. Nun lebt man die Liebe ja stets nach Konventionen aus, oder kommt ob diesen nicht dazu. Je nach Religion oder Glauben liebt man den Einen oder die anderen Partner. Bei der freien Liebesentfaltung spielt die Epoche auch eine Rolle. Nicht jede Zeit bringt ihre polygamen Langhansens hervor.

Oft gipfelt Liebesglück in einer Heirat, im Idealfall bis das der Tod sie scheidet. Die Eheschließung hat im Grunde ja nicht viel mit Liebe gemein. Eigentlich ist die Ehe eh nur die Legitimation der Kirche für den Beischlaf. Heute schließt man sich auf dem Standesamt zusammen, um bei einem anderen Amt Vorteile zu erhalten. Steuern sparen erleichtern einem Paar das Ja-Wort, schaden dadurch aber der Gesellschaft und Eheleute bereichern wie eigentlich das Gemeinwohl? Auch nur mit der Liebe im Gepäck baut man ein gemeinsames Leben auf, zeugt Nachwuchs und gründet eine Familie. Denn in erster Linie ist die Liebe ein Gefühl! Schön also, dass man in unseren Breiten seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann, aber keine Seuern spart.

Ganz modern teilen sich heute Menschen sogar das Elterndasein, aus Liebe natürlich. Ob die Liebe dem Ego, dem Leben, der Not oder des Kindes wegen zum Parentship führt, ist da sicher von Fall zu Fall anders zu bewerten. Es ist sicher praktisch, dass sich mehr als ein oder zwei Elternteile um ein Kind kümmern – spiegelt das doch aber gleichzeitig einen armseligen Prakmatismus der vornehmlich westlichen Welt wieder. Wenn ein Paar oder Alleinerziehender es nicht ’schaffen‘, für ein Kind zu sorgen, ist das dann noch eine Gesellschaft, in der ein freies Familienglück herrschen kann?

Wenn das Verbundensein über den platonischen Draht zueinander hinaus geht, man das mit dem Nachwuchs dabei aber nicht erledigt wissen will, und die dauerhafte Beziehung scheut, liebt man sich ganz unverbindlich. In der deutschen Hauptstadt macht das nach Statistiken jeder dritte Einwohner – offiziell – als Single, ob nun aus Liebe oder der reinen Liebeslust geschuldet. Beginnen und unbedingt auffrischen sollte man Ehen, Beziehungen, Affairen, Partner- und Freundschaften aber auf jeden Fall mit einem oder mehreren liebeslustigen Kurzfilmabenden der Filmreihe Shorts Attack.

S.Bruelke

Shorts Attack 7. 2., Babylon Mitte, 10. bis 13. 2. bei den Urania interfilm Days in Berlin in der Urania, 16. 2., Thalia Potsdam, 19. 2., Acud Kino, 28. 2. Kino Zukunft, Programm unter www.shortsattack.com

7. Februar 2014 | In Allgemein

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