International Space Film Festival 2016: Die Welt ist nicht genug


Space_Film_Festival_2016
Parallel zur ILA, der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung, findet vom 1. bis 5. Juni 2016 im CineStar des Sony Centers in Berlin das erste International Space Film Festival statt. Auf dem Programm stehen in ausgewogenem Verhältnis Spiel- und Dokumentarfilme, die sowohl informativ als auch visuell spektakulär sind.

Das Festival richtet sich sowohl an passionierte Weltraumbegeisterte als auch an Liebhaber des spezifischen Filmgenres. Für erstere luden die Veranstalter zahlreiche Fachpersonen ein, die nach jeder Filmvorführung für weiterführende Gespräche zur Verfügung stehen. Darunter befinden sich auch mehrere Astronauten wie Sigmund Jähn, Kosmonaut (DDR) und 1978 erster Deutscher im Weltraum.

Mit einer Vielzahl an Dokumentationen erinnert das Festival an die Anfänge der Raumfahrt, die unter anderem mit der Person des russischen Kosmonauten Juri Gagarin verknüpft sind. Er war der erste Mensch im Weltall – nachdem die Russen das Umkreisen der Erde mit einem Hund erfolgreich getestet hatten.
Spürbar wird auch der lange Wettkampf zwischen Russland und den USA um die Eroberung des Alls. Während aus offizieller, staatlicher Seite in den letzten Jahrzehnten neue Raumfahrtprojekte vernachlässigt wurden, gab es vermehrt private Initiativen in diesem Feld. Unternehmen wie Red Bull (Red Bull Stratos) oder Virgin streben selbstständige Experimente an, schon bald soll es beispielsweise für jeden (mit dem nötigen Geld) möglich sein, als Tourist auf den Mond zu fliegen. Wie realistisch solche und ähnliche Vorhaben wirklich sind, kann im Gespräch während des Space Film Festivals erörtert werden. Dazu bietet auch der Film „Astronaut Farmer“ (am Freitag, 3. Juni um 20:15 Uhr) mit Bruce Willis in der Hauptrolle, über einen Dänen, der seine eigene Rakete bauen möchte, reichlich Material.

Für Filmliebhaber auf der Suche nach dem rein ästhetischen und eindrücklichen Kinoerlebnis stehen verschiedene Spielfilme der letzten Jahre bereit. „Zero Gravity“ (2012) von Eric Hayden (am Sonntag, 5. Juni um 17 Uhr), „Gravity“ (2013) von Alfonso Cuarón oder „Der Marsianer“ (2015) von Ridley Scott (am Samstag, 4. Juni um 18:15 Uhr) bieten spektakuläre Bilder mit spannenden Überlebensgeschichten gepaart. Solche Filme sind dazu prädestiniert, auf der großen Leinwand projiziert und betrachtet zu werden.

Teresa Vena

1. International Space Film Festival von 1. bis 5. Juni 2016 in Berlin im Cine Star im Sony Center am Potsdamer Platz…
Mehr zum Programm auf der Festival-Homepage.

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30. Mai 2016 | In Allgemein

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