62. Nordische Filmtage Lübeck vom 4. – 8. November 2020 online


Bleibt alles anders

In Zeiten von Corona heißt es: flexibel bleiben. Noch im August waren die Hoffnungen groß, dass im Herbst die 62. Nordischen Filmtage Lübeck zumindest hybrid stattfinden können. Doch aus hybrid wird nun doch 100% virtuell. Der Lockdown light trifft die Kultur besonders hart, wogegen sich allmählich reger Widerstand regt. Doch „angesichts der dramatischen Entwicklungen ist diese Entscheidung […] alternativlos“, so die Geschäftsführerin der Nordischen Filmtage Lübeck, Susanne Kasimir. Es überwiegt das Verständnis für die Herausforderungen unter pandemischen Bedingungen. Und es sind etliche Filmfestivals, die in diesem Monat ebenfalls auf echte Zuschauer in echten Kinosälen verzichten müssen, auch in Berlin. Doch viele haben sich frühzeitig auf die sich ständig ändernden Anforderungen eingestellt und Formate zusammengeschustert, die es ihnen erlauben, auch kurzfristig zu reagieren und notfalls komplett in den virtuellen Raum umzuziehen. Filmfestivals wie das We are one – Global Filmfestival oder das DOK.fest München haben bereits erfolgreich gezeigt, dass dabei die Erwartungen hinsichtlich der Zuschauerzahlen explosionsartig steigen können, wenn die Filmfestivals auch einem länderübergreifenden oder zumindest bundesweiten Publikum zur Verfügung stehen. Den Nordischen Filmtagen Lübeck bleibt hoffentlich ebenfalls ein enormer Zuschauerzuwachs in der aktuellen Situation vergönnt. Alle versuchen schließlich, das Beste draus zu machen. „Gut vorbereitet und gut aufgestellt“ sind sie jedenfalls und wollen mit Videos, Interviews und mehr „nun online für Festival-Feeling sorgen“, so Linde Fröhlich, langjährige künstlerische Leiterin des Festivals, die sich zum Ende 2020 von ihrem Amt verabschiedet und den Staffelstab an Thomas Hailer überreichen wird.

Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8

2. November 2020 | In Nordische Filmtage

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,