Frz. Filmwoche: Pflichttermin für das frankophile Kinopublikum


Einfach das Ende der Welt

Darum geht es:
Der 34-jährige Louis kehrt nach zwölf Jahren Abwesenheit zum ersten Mal in sein Elternhaus zurück. Dieser bedeutungsvolle Schritt hat einen existentialistischen Grund: Er wird bald sterben. Durch seine Ankunft werden alte Konflikte ausgegraben und er wird von seinen Geschwistern mit Vorwürfen konfrontiert, während seine Mutter verzweifelt versucht, es allen Recht machen zu können. Er ist für seine Angehörigen gewissermaßen ein geheimnisvoller Fremder. Der Film entfaltet neben aller Melodramatik eine nostalgische Erinnerung an die Jugend und die Rückkehr ins eigene Elternhaus.

Was du zum Film wissen musst:
Einfach das Ende der Welt“ basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Jean-Luc Lagarce, der HIV-infiziert war und 1995 noch vor der Erstaufführung im Alter von 38 Jahren an AIDS gestorben ist. Der Film gewann bei den Filmfestspielen von Cannes 2016 den großen Preis der Jury. In stimmungsvoll ausgeleuchteten Einstellungen offenbaren die großartigen Schauspieler ein Familienporträt, welches die vielschichtigen Thematiken von Xavier Dolans vorangegangenen Filme wie eine (versteckte) Homosexualität, eine Suche nach der eigenen Identität und eine komplizierte Beziehung zur eigenen Mutter weitergehend erkundet.

Weiterlesen: Henning Kochs ausführliche Kritik „Konflikte im Verborgenen„…

Termine bei der Französischen Filmwoche 2016:
Sonntag, 4. Dezember um 20:30 Filmtheater Friedrichshain
Montag, 5. Dezember um 20:30 Rollberg
Mittwoch, 7. Dezember um 20:30 Cinema Paris

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24. November 2016 | In Französische Filmwoche

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