Human Rights Film Festival Berlin vom 30. September bis 10. Oktober 2020


Andere Bilder aus dem Kongo – STOP FILMING US © HRFFB/STOP FILMING US

STOP FILMING US

Darum geht es:
Der niederländische Regisseur Joris Postema folgt in STOP FILMING US drei Kongoles*innen, welche die einseitige westliche Berichterstattung über ihr Land ablehnen. Die Journalistin Ley Uwera, der Fotograf Mugabo Baritegera und die Filmemacherin Bernadette Vivuya wollen ihr eigenes Leben in der Stadt Goma zeigen, welches fernab der stereotypen Bilder von Armut, Gewalt, Bürgerkrieg und Ebola existiert. Doch ist es einem Filmemacher aus dem Westen überhaupt möglich, die komplexen Zusammenhänge des Neokolonialismus zu verstehen und darzustellen?

Was du zum Film wissen musst:
Es existieren rund 250 westliche Nichtregierungsorganisationen in Goma. Zusammen mit der weit verbreiteten Vorstellung einer funktionsunfähigen Regierung und einer hilfsbedürftigen Bevölkerung wird somit schnell ein White Savior Complex begünstigt, gegen den sich die porträtierten Protagonist*innen wehren. Im Kontrast zwischen den für die Öffentlichkeit verschlossenen Toren der Hilfsorganisationen und dem lebendigen Treiben auf den Straßen versucht Postema, diese Muster zu hinterfragen. Doch er muss sich auch der Herausforderung stellen, einen an ein westliches Publikum gerichteten Dokumentarfilm zu drehen, ohne dabei selbst eine neokolonialistische Perspektive einzunehmen.

Termine beim Human Rights Film Festival Berlin:
Samstag, 03.10.20, 18:45 Uhr, BUFA
Montag, 05.10.20, 20:30 Uhr, ACUDkino

 

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28. September 2020 | In Human Rights Film Festival Berlin

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