Afrikamera vom 17. bis 22. November 2020 online


Still aus POPPIEN NONGENA von Christiaan Olwagen © Afrikamera

Still aus POPPIEN NONGENA von Christiaan Olwagen © Afrikamera

POPPIE NONGENA

Darum geht es:
Poppie arbeitet seit 15 Jahren für eine wohlhabende niederländische Familie in Südafrika. Es sind die 1970er Jahre und die Gesellschaft ist nach einem Apartheidgesetz geführt, das Schwarze und Weiße in allen Bereichen voneinander trennt. Obwohl Poppie in Kapstadt geboren und aufgewachsen ist, soll sie die Stadt verlassen und in eine andere Provinz, außerhalb der niederländischen Jurisdiktion, ziehen. So ist der systematische Plan der Kolonialherren, um das Land von den Schwarzen zu „befreien“. Poppie versucht, sich zu wehren, aber die Fronten sind verhärtet. Zudem hat sich ihr ältester Sohn auch noch der revolutionären Jugendprotesten angeschlossen und riskiert sein Leben.

Was du zum Film wissen musst:
Der südafrikanische Regisseur und Drehbuchautor Chistiaan Olwagen hat den Roman der Schriftstellerin Elsa Joubert verfilmt. Er porträtiert eine starke Frau, die die ganze Last ihrer Familie auf sich trägt. Sie wird zudem zum Symbol der Apartheid und zeigt auf, wie willkürlich und brutal mit Menschen umgegangen wurde. Der Film setzt nicht nur auf eine unmittelbare politische Bedeutung, sondern interessiert sich auch für traditionelle Rollenmuster sowie Themen wie Mutterschaft und Freundschaften. Eindrücklich eingefangen bleibt der Film lange in Erinnerung. Mit Sicherheit ist Olwagen ein Regisseur, dessen weiteres Werk ebenfalls Beachtung verdient.

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3. November 2020 | In AFRIKAMERA

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