5 Filme, die ihr im März nicht verpassen solltet


Die beiden Protagonisten in Aki Kaurismäkis "Die andere Seite der Hoffnung": Sherwan Haji (links) und Sakari Kuosmanen. Foto: Malla Hukkanen © Sputnik Oy

Die beiden Protagonisten in Aki Kaurismäkis “Die andere Seite der Hoffnung”: Sherwan Haji (links) und Sakari Kuosmanen. Foto: Malla Hukkanen © Sputnik Oy

Die andere Seite der Hoffnung

Darum geht es:
Helsinki in Finnland, zwei verschiedene Schauplätze: Wikström, ein in die Jahre gekommener Hemden- und Krawattenvertreter trennt sich von seiner trinkenden Frau und startet noch einmal ganz neu – als Wirt eines ziemlich heruntergekommenen Restaurants. Der junge Syrer Khaled, gelangt als blinder Passagier auf einem Transportschiff nach Finnland. Er möchte dort Asyl beantragen und seine Schwester wiederfinden, die er auf der langen und beschwerlichen Flucht aus den Augen verloren hat. Khaled landet zunächst einmal in einem Flüchtlingsheim, muss sich mehreren Befragungen unterziehen und soll schließlich doch zurück geschickt werden. Kurzerhand beschließt er illegal im Land zu bleiben. Hier kreuzen sich zufällig die Wege der beiden Männer und Wikström stellt Khaled als Putzhilfe und Tellerwäscher ein. Für einen kurzen Moment sieht es so aus, als sei Khaled irgendwo angekommen.

Was du zum Film wissen musst:
Nach seinem in Frankreich gedrehten Film “Le Havre” über einen alten Schuhputzer, der sich eines afrikanischen Jungen annimmt, widmet sich der finnische Regisseur Aki Kaurismäki hier wieder dem Flüchtlingsthema. In gewohnt reduziertem Stil, sehr sparsam, aber dafür sehr pointiert in den Dialogen und mit dem für Kaurismäki so typischen skurrilen Humor und feinem Blick für das Absurde am Zwischenmenschlichen, inszeniert der Regisseur hier einen – wie er selbst sagt – höchst “tendenziösen” Film, dessen Ziel nichts anderes sei, “als die Meinung Europas gegenüber Flüchtlingen zu verändern”. Leider soll “Die andere Seite der Hoffnung” vorerst sein letzter Film gewesen sein, gerade erst verkündete der Regisseur gegenüber dem finnischen TV-Sender YLE, dass er sich aus dem Filmgeschäft zurückziehen wolle. Das wäre ein großer Verlust für die Filmbranche, durfte sich Kaurismäki doch zuletzt über den Silbernen Bären für die beste Regie freuen. Er wäre aber nicht der erste Regisseur, der laut seinen Rücktritt bekannt gibt und es doch nicht lassen kann…

Weiterlesen: Tatiana Brauns ausführliche Kritik “Komplementärfarben der Menschlichkeit” zu “Die andere Seite der Hoffnung“…

Start: 30. März

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5. März 2017 | In Sonstiges | Keine Kommentare »

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