Berührende Geschichten von alten und neuen Heimaten


geschichte_von_liebe_und_finsternis_plakat
Vom 15. bis 18. September findet das internationale Filmfestival Film ohne Grenzen bereits zum vierten Mal in der Kulturscheune des Eibenhofs in Bad Saarow statt. Schwerpunkt des Filmfestivals ist in diesem Jahr das Thema „Heimat“. An den öffentlichen Festivaltagen am 17. & 18. September werden zahlreiche Filmemacher und Filmschaffende auf dem Gutshof am idyllischen Scharmützelsee unweit von Berlin erwartet.
Film ohne Grenzen hat sich zum Ziel gesetzt, eine Auswahl von Kurz-, Lang- und Dokumentarfilmen zu zeigen, die sich auf humanitäre Werte besinnen. Die Beiträge stammen in diesem Jahr u.a. aus Israel, Tunesien und Aserbaidschan.

Am Samstagabend erwartet die Festivalbesucher die Kino-Vorpremiere von „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis„. Mit der Verfilmung des gleichnamigen, autobiographischen Romans des israelischen Autors Amos Oz feiert Schauspielerin Natalie Portman ihr Regiedebüt. Thema des Films ist Amos Oz‘ Kindheit in der Zeit der Gründung des Staates Israel.

Am Sonntag wird Moderatorin Barbara Schöneberger mit der rumänisch-deutschen Schauspielerin Alexandra Maria Lara und deren Vater Valentin Platareanu, Schauspieler und Leiter der Schauspielschule Charlottenburg, über das Thema „Heimat“ diskutieren. Weitere Gäste der Gesprächsrunde sind der Schauspieler Ronald Zehrfeld und die ugandisch-deutsche Schauspielerin Lorna Ishema.
Die Dokumentarfilme „Café Waldluft“ und „Friedland“ nehmen ein aktuelles Thema in den Blick: Sie begleiten Flüchtlinge bei ihrem Versuch, in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Den Abschluss des Festivals bildet ein Dokumentarfilm, der zeigt, wie weit Heimatliebe gehen kann: „Die Babuschkas von Tschernobyl“ von Holly Morris porträtiert das schwierige Leben dreier alter Damen, die trotz der Zwangsevakuierung nach dem atomaren Super-GAU vor dreißig Jahren nach Tschernobyl zurückgekehrt sind – in ihre hochradioaktiv verseuchte Heimat.

Wer sich für berührende Geschichten rund um das Thema Heimat interessiert, sollte sich also auf den Weg nach Bad Saarow machen. Die Atmosphäre bei Film ohne Grenzen ist familiär und es fällt leicht, mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen. Mit verschiedenen Essensständen aus der Region bleibt das Festival seinem diesjährigen Themenschwerpunkt auch in kulinarischer Hinsicht treu.

Stefanie Borowsky

Das komplette Festivalprogramm ist auf www.filmeohnegrenzen.de zu finden.

Hier ein besonderer Filmtipp der Redaktion…

Seite: 1 2

12. September 2016 | In Film ohne Grenzen

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,