Max Raabe eröffnet das Jüdische Filmfestival


Festivalleiterin Natalie Galliner: "Ein wichtiges Anliegen des Festivals ist und war immer, den Anteil jüdischer Filme, Filmemacher und Themen erneut in der Filmlandschaft in Deutschland zu stärken.

Festivalleiterin Nicola Galliner: "Ein wichtiges Anliegen des Festivals ist und war immer, den Anteil jüdischer Filme, Filmemacher und Themen erneut in der Filmlandschaft in Deutschland zu stärken.

Die Weltpremiere von „Max Raabe in Israel“ wird das 18. Jüdische Filmfestival in Berlin und Potsdam am 4. Juni im Rahmen einer feierlichen Gala im Potsdamer Hans Otto Theater eröffnen. Max Raabe und das Palastorchester tourten 2010 mit ihrem Programm „Heute Nacht oder nie“ durch Israel. Sie traten vor Menschen unterschiedlichsten Alters auf, den ganz jungen, die die deutschen Lieder erstmals hörten und den ganz alten, bei denen die Lieder Erinnerungen wachriefen. Fast alle Textdichter des Repertoires waren jüdischer Herkunft, viele von ihnen wurden vom Nazi-Regime ermordet. „Max Raabe in Israel“ zeigt, wie der Musiker in Israel empfangen wurde und welches Echo er auf sein Konzertprogramm bekommen hat, zeigt Begegnungen mit Menschen, deren Liebe für die Musik der 1920er Jahre zum Teil eng mit der eigenen Familiengeschichte verbunden ist. Produziert wurde der Dokumentarfilm von Sönke Wortmann. Zur Weltpremiere des Films werden Max Raabe und das Palastorchester als Ehrengäste erwartet und bei der Festival-Eröffnung sogar live auftreten. Knapp 30 Filme werden in diesem Jahr präsentiert, davon allein zwölf deutsche Produktionen und Ko-Produktionen, außerdem Filme aus Israel, USA, Frankreich, England, Holland und Argentinien.

„Mehr Juden ins Kino“ lautet das Motto des diesjährigen Jüdischen Filmfestivals, für das der Fotograf und Künstler Daniel Josefsohn eine Kampagne mit eindrücklichen, schwarzen Plakaten gestaltet hat. Festivalleiterin Nicola Galliner über den Slogan: „Ein wichtiges Anliegen des Festivals ist und war immer, den Anteil jüdischer Filme, Filmemacher und Themen erneut in der Filmlandschaft in Deutschland zu stärken. Vielen jüdischen Künstlern wurde in der Nazidiktatur die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, sie wurden vertrieben und ermordet. Diese dadurch in der deutschen Filmwirtschaft hinterlassene Lücke erneut mit Leben zu füllen und vielleicht auch irgendwann einmal wieder zu schließen, ist die Motivation des Festivals, die durch die neu gestaltete Kampagne unterstrichen wird.“

Unter der erneuten Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck werden die beiden Schauspieler und diesjährigen Festivalpaten Meret Becker und Richy Müller das 18. Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam am 4. Juni im Hans Otto Theater in Potsdam  offiziell eröffnen. Nach der feierlichen Gala wird das Festival dann vom 5. bis 7. Juni im Filmmuseum Potsdam fortgesetzt. Vom 7. bis 16. Juni präsentiert das Festival sein Programm wie gewohnt im Kino Arsenal in Berlin.


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