Screwball Comedy-Reihe: Die widerspenstige Zähmung


more-the-merrier-05Über 80 Jahre ist es her, dass das bis heute erfolgreiche Hollywood-Popcorngenre der Beziehungskomödie – in den 30er und 40er Jahren als Screwball-Comedys bezeichnet – in seine Blüte wuchs. Zu jener Zeit produzierten die Hollywoodstudios, die sich alle auf eigene Genres spezialisert hatten, bereits maßgeschneiderte Massenware für Jedermann. Die Erfindung des Genrekinos und sein gattungsspezifisches Konzept hatten es den Studios und vor allem den Drehbuchschreibern ermöglicht, quasi nach Schema F noch effizienter und schneller zu produzieren. Auf diese Weise wurde Columbia Pictures (CBC) zur ersten Adresse für die überaus erfolgreichen Romantikkomödien der 30er und 40er und entwickelte sich durch Regisseur Frank Capra, der beispielsweise seine Filme “Platinum Blonde” (1931) oder “It happened one night” (1934) mit CBC produzierte, zu einem der wichtigsten Hollywoodstudios.

Das Institut für Film- und Videokunst e.V., das Arsenal, widmet sich im Dezember und Januar mit 20 Filmen ausgiebig dem Genre und wirft einen Blick zurück auf die Anfänge emanzipatorischen Aufbegehrens und die sozialen Unterschiede und gesellschaftlichen Herausforderungen des noch jungen 20. Jahrhunderts. James Stewart, Cary Grant, Jean Arthur, Katharine Hepburn, Doris Day uva. im Kampf der Geschlechter, im Ringen um ein Miteinander. Hier prallen Welten und soziale Schichten aufeinander. Herausfordernde und auf Selbstbestimmung bedachte Frauen proben ihren Aufstand gegen ein noch fest verankertes Patriarchat, Normen und starre Regeln. Dem ein oder anderen Mann verdreht es den Kopf, dem anderen reißt hin und wieder beinahe der Geduldsfaden.

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2. Dezember 2015 | In Sonstiges | Kommentare deaktiviert

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