BFF on the Road: Kino in finstren Zeiten


Gewinner des FIPRESCI Awards: "Radio Kobani". Foto: Emine Koc

Gewinner des FIPRESCI Awards: “Radio Kobani”. Foto: Emine Koc

So entstehen in den vielen Workshops, vor und nach den Screenings und abends in den Bars der lebhaften Viertel Beyoglu und Kadyköy hitzige Diskussionen. Für viel Gesprächsstoff sorgt auch der diesjährige Gewinner des FIPRESCI Awards, “Radio Kobani” von Reben Dosky.

Der kurdische Filmemacher begleitet die junge Reporterin Dilovan Kiko über drei Jahre hinweg und erzählt, wie sie nach dem Ende der IS-Besetzung einen Radiosender in Kobani startet. Gemeinsam mit ihrer Freundin Biter berichtet sie aus Flüchtlingslagern, interviewt Kämpfer und Musiker. Über teils sehr drastischen Bildern liest Dilivon ihrem ungeborenen Kind einen Brief vor und beschreibt den IS-Terror in Kobani. Allmählich findet sie in den Trümmern zurück zu einer Normalität, verliebt sich und heiratet. Filmemacher Reben Dosky sagt: “Dilovan wurde zur Stimme vieler Kurden und ich habe versucht, das Drama der Kurden durch sie mit der Welt zu teilen”.
Der Film ist wie ein Fenster direkt zu den realen, lebenslang währenden Konsequenzen des Krieges.

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4. Juli 2017 | In Sonstiges | Kommentare deaktiviert

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