Festival-Tagebuch vom 34. Filmfest München


Filmfest_Muenchen_Plakat_2016Im Süden der Republik freut sich München, das nach der Berlinale zweitgrößte Filmfestival Deutschlands zu beheimaten. Berliner Filmfestivals hat für euch die 34. Ausgabe des Filmfests München besucht und führt Tagebuch…

Tag 1 – Die Festivaleröffnung
Welch ein Auftakt: Der Cannes-Hit „Toni Erdmann“ eröffnete das 34. Filmfest München! Festivalleiterin Diana Iljine begrüßte Regisseurin Maren Ade und die Hauptdarsteller Sandra Hüller und Peter Simonischek. Die skurrile Komödie über eine etwas ungewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung hatte die Croisette ordentlich aufgemischt und galt in Cannes als großer Kritikerfavorit, ging bei der Verleihung der begehrten Goldenen Palmen jedoch leider leer aus. Iljine freute sich über den Coup: Der Film „beweist, wie viel Potential im deutschen Filmschaffen steckt.“

Weiterlesen: Hier Tatiana Brauns ausführliche Kritik „Über die Käsereibe als Gradmesser familiärer Beziehungen und die befreiende Kraft von Furzkissen“ zu „Toni Erdmann„…

Tag 2 – Der Star
Aktuell spielt sie in erfolgreichen Serien wie „House of Cards„, ihren Durchbruch feierte sie schon 1973 im Horrorfilm „Der Exorzist„: Ellen Burstyn. Die 2016er Preisträgerin des CineMerit Award des Filmfest Münchens blickt auf eine bewegte Karriere zurück: Unter anderem arbeitete die Schauspielerin mit bedeutenden Regisseuren wie Resnais, Nolan oder Aronowsky. Die Retrospektive eröffnete gestern mit Bogdanovics „Die letzte Vorstellung„, in den nächsten Tagen zeigt das Filmfest u.a. Scorseses „Alice lebt hier nicht mehr„, der ihr 1975 den Oscar einbrachte.

Tag 3 – Der große Petzold und sein Werk
Als „Galionsfigur des deutschen Gegenwartskinos“ betitelt ihn das Filmfest München selbst und widmet Christian Petzold bei seiner 34. Ausgabe eine umfangreiche Retrospektive. Ein Höhepunkt der Reihe: Die Weltpremiere vom „Polizeiruf 110 – Wölfe„, mit der Petzold an den „Polizeiruf 110 – Kreise“ anschließt und wieder die beiden begnadeten Kommissars-Darsteller Matthias Brandt und Barbara Auer miteinander auf einen Fall ansetzt. Beste Fernseh-Unterhaltung, die – in diesem Fall – die große Leinwand nicht nur verdient, sondern auch spielerisch ausfüllt.

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28. Juni 2016 | In Allgemein

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