30. FilmFestival Cottbus vom 8. bis 31. Dezember online


CONFERENCE

Darum geht es:
Natalia ist Nonne in einem russisch-orthodoxen Orden. Sie trat vor 17 Jahren ein, nachdem sie bei einem Terroranschlag in einem Theater als Geisel genommen wurde. Zum Gedenken an die Opfer und Betroffenen des Vorfalls organisiert sie eine Andacht genau in diesem Theater. Die Reaktionen darauf sind gemischt und die Resonanz nicht gerade überwältigend. Ihre eigene Tochter wehrt sich vehement dagegen, mit ihrer Mutter will sie sowieso nichts zu tun haben. Wieso dieses Verhältnis so zerrüttet ist, erfährt man nur unvollständig. Vor Ort drängt Natasha dazu, den Abend vor 17 Jahren möglichst präzise zu rekonstruieren. Was ihre genauen Beweggründe sind, bleibt im Dunkeln und ihr Handeln bekommt einen merkwürdigen Beigeschmack.

Was du zum Film wissen musst:
Vom neuen Film des russischen Regisseurs Ivan I. Tverdovsky muss man sich selbst ein Bild machen, da er vermutlich polarisieren wird. Der Autor von CORRECTION CLASS, ZOOLOGYA und JUMPMAN inszeniert mit CONFERENCE ein beklemmendes Kammerspiel, das stellenweise etwas manieriert und forciert wirkt. Interessant ist die Form, die die Einheit von Raum und Zeit fast gänzlich wahrt. Das psychologische Drama feierte seine Premiere beim Festival in Venedig in der Sektion Giornate degli Autori. – TV

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3. Dezember 2020 | In FilmFestival Cottbus

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