Im Magazin-Teil von Berliner Filmfestivals findet ihr alle Beiträge der Redaktion…

61. Berlinale: Bärenlese

Die Würfel sind gefallen und die Bären vergeben, die meisten Journalisten wieder glücklich zuhause gelandet und die Koffer ausgepackt. Endlich Zeit also, um einiges an schmutziger Wäsche zu waschen – was mancherorts nicht nur für die verschwitzten Blusen und Hemden der Damen und Herren von der schreibenden Zunft gilt.

„The External World“ (Feb 11)

Schon der Vorgängerfilm „Please say something“ (Berlinale 2010 Gewinner) verstörte sowohl inhaltlich als auch ästhetisch. Er war ein Angriff auf die Sinne. „The External World“ nun ist ein sarkastisches Patchwork der Realität, ein multimediales Episodengewitter in der Sprache des Multimedialen. Dadurch ist die Animation vor allem eins: modern. Der Interfilm-Organisator Matthias Groll über den Film: […]

Iraner gewinnt Goldenen Bär

Nach zehn Tagen sind die 61. Internationalen Filmfestspiele mit der Preisverleihung zu Ende gegangen. Mit dem Hauptpreisen für "Nader and Simin, A Separation" des iranischen Regisseurs Ashgar Farhadi endeten die Festspiele ganz im Zeichen des politischen Symbolismus.

Berlinale-Blog: Teddy Awards (10)

Es wird gefeiert – seit nunmehr 25 Jahren vergibt die Berlinale den "kleinen Bären" für den schwul-lesbischen Film. Und, ganz standesgemäß, findet sich die bunte Gesellschaft an jenem Freitag im Februar im bedeutungsschwangeren Flughafen Tempelhof ein, um zwischen alten Nazi-Bauten und violetten Laserstrahlern den Triumph queerer Filmkunst zu begießen

Berlinale Blog: Perspektive Deutsches Kino – Der innere Kampf (9)

"Paul, Paul", ruft RP Kahl, Regisseur und Schauspieler, an diesem Montagabend aber als Moderator tätig. Zaghaft doch bestimmt greift er den eben gerufenen am Arm. Paul Gratzik befindet sich in einem nur schwer zu stoppenden Redefluss. Nicht unangenehm, charmant - doch droht er die angedachte Redezeit zu sprengen.

Das Kino lebt – „Cinema Jenin“ bei der Berlinale

Marcus Vetters und Leon Gellers Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin" hat viel erreicht. Und das bezieht sich nicht allein auf die reinen Zuschauerzahlen und den Deutschen Filmpreis für den Besten Dokumentarfilm. Der Film hat auch buchstäblich Spuren hinterlassen - sowohl bei Marcus Vetter als auch in Jenin selbst.

Berlinale-Blog: Berlin ist nicht nur Berlinale (8)

Nichts in Berlin läuft in diesen Tagen ohne die Berlinale. Partys, Empfänge, Galavorstellungen - sie alle firmieren mehr oder minder unter dem Banner der Internationalen Filmfestspiele. Die Relevanz vieler Veranstaltungen ist fraglich. Viele nutzen die Marke Berlinale, um sich ein Stück vom großen Kuchen abzuschneiden, der alljährlich rund um das Festival entsteht. Selbstdarstellung und mediale Präsenz sind die zwei entscheidenden Größen.

Berlinale-Blog: Wim Wenders über „Pina“ und 3D (7)

Wim Wenders kann nur ganz leise sprechen. Vor ihm steht eine Tasse Tee, in die er großzügig Honig hineingibt, neben ihm liegt eine Packung mit Salbeibonbons, weil die Stimme angegriffen ist - eine Reizung oder Entzündung des Kehlkopfes. Und nun wollen auch noch wir mit ihm sprechen - wie viele andere auch. Wir, das sind in diesem Falle sieben Journalisten, die zum Gruppeninterview mit Wim Wenders geladen waren.

Berlinale-Blog: 10 Jahre Cinema for Peace (6)

Die Idealisten unter den Nutznießern des Hollywoodglamours, den als Spender getarnten Geldanlegern und den Image-Kathartikern des Abends, schnell ausgemacht. Schon am roten Teppich erklärt Playboy Rolf Eden der Bild-Zeitung, dass er seit zehn Jahren kommt, weil es die glamouröseste Veranstaltung im ganzen Jahr in ganz Berlin sei. Auch er nennt die Veranstaltung noch immer in einem Atemzug mit der Berlinale, die sich schon seit Jahren ausdrücklich von dem Event distanziert.

Berlinale-Blog: Eine Art Halbzeitbilanz (5)

Vier Wettbewerbstage sind seit dem Beginn der Berlinale vergangen und vier weitere liegen noch vor uns – Zeit für eine Halbzeitbilanz dessen, was wir bislang gesehen haben. Und die fällt leider unterm Strich wenig erfreulich aus. Weil aber alles Jammern nichts hilft und zugleich entsetzlich destruktiv ist, haben wir dennoch versucht, einige Erkenntnisse in Form von Trends auszumachen, die dabei helfen, den Jahrgang 2011 besser einzuordnen und sind dabei auf folgende Besonderheiten gestoßen...

Diffraktion im Stattbad Wedding

Ein beleuchtetes Hindernis ist der Kurzweil eines Lichtstrahl und der Aberration dessen Wellenform ausgesetzt: Taugt das in seiner Profanität für einen ästhetisch-technischen Umgang mit dem Medium Film? LaborBerlin e.V. möchte genau das im Stattbad Wedding vom 15. bis 19. Februar unter Beweis stellen. Unter dem Titel Diffraktion werden Filminstallationen im Rahmen einer Ausstellung, sowie Filme und Filmperformances präsentiert.

Berlinale-Blog: Die dritte Dimension (4)

Die Berlinale läuft dem Zeitgeist hinterher, mag mancher Festivalbesucher noch im letzten Jahr gedacht haben. Während andere renommierte europäische Filmfestivals bereits vor zwei Jahren auf den 3D-Zug aufsprangen (Cannes eröffnete 2009 mit dem Disney-Pixar Animationsfilm "Up"), gab sich die Berlinale bisher bedeckt. Und auch in diesem Jahr, immerhin laufen vier 3D-Filme im Programm, ist der Ansatz eher zaghaft.