30. FilmFestival Cottbus: THE CASTLE von Lina Lužytė


THE CASTLE © Wide Management

Monika zwischen Schloss und Fischfabrik

Viele Teenager:innen aus aller Welt träumen davon, als Sänger:in groß herauszukommen. So auch die 13-jährige Monika, die mit ihrer Mutter Jolanta (Gabija Jaraminaitė) und deren an Demenz erkrankter Mutter (Jūratė Onaitytė) erst vor Kurzem von Litauen nach Irland ausgewandert ist. Die drei Frauen leben in einer kleinen Wohnung in Dublin. Während die Mutter in einer Fischfabrik am Hafen arbeitet, leidet die eher introvertierte Monika in der Schule unter den Schikanen der anderen Mädchen und muss sich in ihrer Freizeit häufig um ihre Großmutter kümmern. Gemeinsam mit ihrer Mutter, einer ehemaligen Pianistin, tritt Monika innerhalb der litauischen Gemeinde regelmäßig bei Feiern und Veranstaltungen jeglicher Art als Sängerin auf – immer in der Hoffnung, für weitere Konzerte gebucht zu werden.

Als Monika eines Tages auf einer Beerdigung singt, spricht sie ein älterer, elegant gekleideter Musikproduzent an und lädt sie dazu ein, auf einem Schloss nahe Dublin zu singen, auf dem sogar schon Elton John aufgetreten sei. Überglücklich sagt Monika zu. Doch kurze Zeit später muss sie feststellen, dass ihre Mutter das gemeinsame Keyboard verkauft hat, das die beiden bei ihren Auftritten benutzen. Von nun an versucht Monika alles, um das Keyboard zurückzukaufen oder es zumindest gegen einen Geldbetrag für ihren Auftritt im Schloss ausleihen zu können. Dabei gerät sie unter anderem in einen Striptease-Club und in eine Erpressungsgeschichte.

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8. Dezember 2020 | In FilmFestival Cottbus

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