71. Berlinale: NOUS von Alice Diop – Bester Film Encounters


Still aus NOUS von Alice Diop © Sarah Blum

Still aus NOUS von Alice Diop © Sarah Blum

Wir sind die Gesellschaft

Die französische Regisseurin Alice Diop interessiert sich in ihren Arbeiten immer wieder für die Themen Identität und Heimat. Ihre Herkunft, die in der Pariser Banlieue, in den Vororten der Stadt, die mit vielen Vorurteilen und Klischees behaftet sind, verankert ist, spielt dabei eine wiederkehrende Rolle.

Auch in ihrem aktuellen Dokumentarfilmessay geht sie der Physiognomie dieser verwunschenen und verlorenen Orte nach. NOUS bietet eine Definition des gesellschaftlichen Kollektivs, eines „Wirs“ an. Gemäß Diop ist dieses nämlich in einem ständigen Wandel. Für sie gehören die kleinen und banalen Leben genauso dazu, wie die spektakulären und etablierten.

Auf der Suche nach ihren Protagonisten ist Diop entlang der Zuglinie RER B gewandert, die von Süden nach Norden, die Vororte von Paris bedient. Inspiriert von einem Roman eines französischen Autors, François Maspero, dem sie die Wanderung gleichgetan hat, nimmt sie die Alltagsszenen und die Menschen, denen sie begegnet als Ausgangspunkt für ihre Arbeit.

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