Webfest 2016: Serien und Netz-Anarchie


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Das Web ist die reine Anarchie. Auf die Idee könnte man zumindest kommen, wenn man einen Blick in das Programm des 2. Webfests Berlin wirft – und das ist als reines Kompliment zu verstehen. So tummeln sich im Wettbewerb des am 9. Und 10. September stattfindenden Webfests in der Blogfabrik zottelige australische Zauberer, Meta-Beischlaf, Mord und Totschlag, singende Depressive und Haie im Weltraum, wahlweise als Komödie oder Non-Fiction verpackt. Das verbindende Element aller Formate scheint die Hingabe zu sein – und die Weigerung, den Idealen des Writers Rooms allzu genau zu folgen.

Als Veranstaltung für die Förderung und die Präsentation von Webserien – oder präziser: episodischer, digitaler Formate – hat Meredith Burkholder das Webfest initiiert. Neben dem quietschebunten Wettbewerb gibt es Panels, die sich mit Virtueller Realität, neuen Formen des Storytellings, Feminismus in Web-Serien und – Obacht – den deutschen Web-Serien beschäftigen. VR gibt’s auch noch mal im Workshop des VR-Startups In VR, das die Vorteile und Tücken des Mediums hands-on vermittelt. Das Kernstück des Webfests ist jedoch #WFBCONNECT – eine Pitching-und Präsentationsplattform für Content-Macher und Financiers. Ganz am Schluss werden die besten Projekte der unterschiedlichen Kategorien prämiert – und damit das neue Suchtmaterial für die nächsten Wochen und Monate definiert. Vielleicht sind dann ja HBO und Netflix auch schon von gestern.

Marie Ketzscher

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8. September 2016 | In Webfest

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