British Shorts 2020: Bis das Lachen im Halse stecken bleibt



Gleich zweimal im Festival-Programm – in der Best-of-Animation-Retrospektive – die erstaunlich viele National Film and Televison School-Filme, aber erstaunlich wenige Arbeiten von Nicht-Debütant*innen beinhaltet – und in „Horror and Weird Stuff“ – ist der wunderbare Stop-Motion Animator Robert Morgan vertreten, der aus dem Horror des Alltäglichen und Unterbewussten vor physischer Präsenz nur so strotzende Schrecklichkeiten formt. Zum Beispiel „The Cat With Hands“ (2001), eher eine augenzwinkernde Fingerübung als ein Film im eigentlichen Sinne, bei der man eine leichte Verwandtschaft zur Kaninchen-Szene in Monty Pythons „Ritter der Kokosnuss“ genüsslich feststellen kann.

Und mit einem Programmteil geht dann „British Shorts“ auch in den experimentellen Raum hinein: Mit dem von Henning Koch kuratierten Showcase „The Visual Worlds of Weirdcore“ im Silent Green, das sich dem umtriebigen Grafikdesigner Nicky Smith aka Weirdcore und seiner selbst proklamierten extreme „Audio/Visual whateverness“ widmet. Weirdcore hat über die Jahre immer wieder mit Künstler*innen wie M.I.A., Aphex Twin und anderen Größen kollaboriert und dabei ein wildes Oeuvre aus Photogrammetrie, Morphing, Mo-Cap, Glitches, 2D und 3D Animation anwachsen lassen, bei dem immer wieder die Grenzen des realen und virtuellen Raumes ausgelotet werden.

Marie Ketzscher

Die 13. Ausgabe der British Shorts finden von 16. bis 22. Januar 2020 in Berlin statt.

Hier unsere Kurzfilmempfehlungen aus dem Programm…

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13. Januar 2020 | In British Shorts

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