Filmtipps zum Berlinale Summer Special 2021


CENSOR

Niamh Algar in CENSOR © Silver Salt Films

Darum geht es:
Enid (Niamh Algar) arbeitet in den 1980er Jahre als staatliche Filmprüferin in Großbritannien. Tagtäglich muss sie sich billige Splatterfilme anschauen und entscheiden, welche blutigen Momente der Zensurschere zum Opfer fallen sollen. Vor Jahren ist ihre kleine Schwester in einem Wald verschwunden, wofür sie sich immer noch schwere Vorwürfe macht. Als sie die Archivkopie eines älteren Horrorfilms bewerten soll, glaubt sie, darin ihre Schwester als Darstellerin zu erkennen. Sie macht sich auf die Suche nach den Filmemachern und begibt sich unwissentlich in eine albtraumhafte Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend zu verschwimmen scheinen.

Was du zum Film wissen musst:
Mit CENSOR erschafft die Regisseurin Prano Bailey-Bond einen ironischen Meta-Horrorfilm, der die moralische Panik über die berüchtigten „Video Nasties“ im England der 1980er Jahre aufs Korn nimmt. Das funktioniert sowohl als genuiner Gruselfilm, als auch als augenzwinkernde Liebeserklärung an die bluttriefenden Klassiker, welche damals unter der Ladentheke ihr Publikum fanden. Dabei sticht vor allem Annika Summersons gelungene Kameraarbeit hervor, welche die grauen Eindrücke der Thatcher-Ära in Kontrast zu den grellen Schockeffekten der Videothekenware setzt. – HK

Termine beim Berlinale Summer Special 2021:
Montag, 14.06. 21:45 Uhr, Freiluftkino Friedrichshain
Mittwoch, 16.06. 21:45 Uhr, Freilichtbühne Weißensee

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