Im Magazin-Teil von Berliner Filmfestivals findet ihr alle Beiträge der Redaktion…
Cinema For Peace 2014 im Konzerthaus
Cinema For Peace 2014: Ein Abend, an dem Pussy Riot auf Rolf Eden trifft, Femen-Aktivistin Alexandra Schewtschenko auf Barbara Meier und schließlich Giscard auf Al Bano. Irgendwie politisch Stellung beziehen, irgendwas versteigern und irgendwas Gutes tun.
Berlinale Filmkritik: „Love is Strange“ von Ira Sachs
Ben und George sind ein schwules, bürgerliches Intellektuellenpärchen. Wobei ersteres Adjektiv ein wenig irrelevant anmutet. Die beiden könnten auch Tom und Adele heißen. Oder Bridget und Catherine. Die Ausgangssituation und im Grunde erste Beschreibung des Lebensumfeldes ist das eigentlich Charakterisierende: Die teuren Betttücher, die gerahmten Bilder, die exquisite Einrichtung schreien Wohlstand. Das Herumwuseln der russischen […]
28. Teddy Award in der Komischen Oper Berlin
Letztes Jahr fand der Teddy Award noch in der schlauchförmigen Station Berlin statt, dieses Jahr nun in der Komischen Oper: Der bedeutendste queere Filmpreis der Welt geht am 14. Februar in die 28. Runde und hat neben verschiedenen Preisen und Prominenten wieder ein spannendes Rahmenprogramm im Gepäck. Das Motto der diesjährigen Preisverleihung trägt den Titel […]
Berlinale Filmkritik: „Que ta joie demeure“ von Denis Côté
Arbeit und Struktur Auf der ersten Seite des Notizblockes sind der Reihe nach einzelne Worte vermerkt: walzen, schneiden, stampfen, hämmern, verpacken. Darunter angeordnet: Rhythmus, Ordnung, Genauigkeit, Wiederholung, Ewigkeit. Und gleich danach – Zeit. Die spielt in „Que ta joie demeure“ von Denis Côté eine beträchtliche Rolle, denn der kanadische Regisseur fängt in seinen Bildern die […]
Berlinale Filmkritik: „Butter on the Latch“ von Josephine Decker
Auf die kahle, unverputzte Wand sprenkelt die Sonne ein paar vereinzelte Lichtpunkte. Der Raum ist staubig und schmutzig, aber abgesehen von Müll und ein paar herumliegenden Flaschen absolut leer. Sarah erwacht, blinzelt nervös, scannt ihre Umgebung. Ein glatzköpfiger Typ kniet hinter ihr und beugt sich über ihren nackten Rücken. Ein anderer steht im Schatten und […]
Berlinale Filmkritik: „Kumiko, the Treasure Hunter“ von David Zellner
Neue Spuren im Schnee Es gibt sie, die Kino-Geschichten, die sich gleich eingangs das Prädikat ´Wahrheit´ auf die Leinwand schreiben. „Nach einer wahren Begebenheit“ oder „based on a true story“ nennt sich das dann. Viele Filme müssen das gar nicht – Historienepen oder Biopics etwa. Geschichtsbücher, Chronisten und Popkultur bezeugen ohnehin, dass es das alles […]
„’71“ von Yann Demange
Poor Cunt zwischen den Fronten „’71“ – ein Film wie sein Titel. Kein Schmuck, kein Zierrat, kein Schnörkel – für solche Extravaganzen war im Belfast des Jahres 1971 lange kein Platz mehr. In Nordirland standen sich die irisch-katholischen Republikaner und die britisch-protestantischen Unionisten unversöhnlich gegenüber. Riots, Vertreibungen, Schießereien und Sprengstoffanschläge hatten die vierte Teilrepublik des […]
Berlinale Filmkritik: „Last Hijack“ von Tommy Pallotta und Femke Wolting
Captain Mohamed und der verbotene Apfel Es ist ein Kreuz mit den Trends. Gerade erobern mit „Captain Phillips“ alias Tom Hanks, dem dänischen Thriller „A Hijacking“ und dem Sundance-Beitrag „Fishing Without Nets“ somalische Piraten die große Leinwand, da erklärt uns der vierte im Bunde, „Last Hijack„: Piraterie ist im ostafrikanischen Failed State längst wieder out. […]
Berlinale Talents 2014
Ein paar Tage nach der großen Eröffnung, startete am ersten Berlinale-Wochenende zum zwölften Mal die Festival-Talentschmiede Berlinale Talents. Ein sehr gut gelaunter Dieter Kosslick begrüßte zusammen mit Projektmanagerin Christine Tröstrum und Programmorganisator Matthijs Wouter Knol 300 Nachwuchsfilmemacher aus insgesamt 97 Ländern.
„The Kidnapping of Michel Houellebecq“ von Guillaume Nicloux
Ein Spiel mit der Realität – oder die Realität als Spiel Anlass für „The Kidnapping of Michel Houellebecq“ könnte ein tatsächliches Verschwinden des Starautors im September 2011 sein. Kein Literat polarisiert auch nur annähernd so sehr, wie Houellebecq, bei dessen öffentlichem Auftreten die stetige Provokation sein treuer Begleiter ist. Ein Umstand der ganz sicher dazu […]
Berlinale Filmkritik: „Blind“ von Eskil Vogt
Wer im Dunkeln steht, muss leuchten Ingrid tanzt am Strand und schaut in den Himmel. Plötzlich taucht ein schwarzer Fleck im Sichtfeld ihres linken Auges auf. Am nächsten Tag ist er immer noch dort. Und am übernächsten Tag auch auf dem anderen Auge. Ingrid erblindet. Einfach so. Für immer. Und plötzlich ist die ganze Welt […]
Berlinale Filmkritik: „Is the Man Who Is Tall Happy?“ von Michel Gondry
Das Bild macht die Erkenntnis Michel Gondry ist nicht nur ein Poet der Popkultur, er ist auch gleichermaßen einer ihrer Konstrukteure. Gondry entwirft, baut und orchestriert Musikvideos, die ohne den Ton vollkommen verloren wären und experimentiert dabei mit Jump-Cuts, Stop-Motion, Animation und Doppellayern. Der Rhythmus choreografiert das Bild, während die in Mosaiksteinchen aufgespaltene Zeit immer […]











