Im Magazin-Teil von Berliner Filmfestivals findet ihr alle Beiträge der Redaktion…
Framing Death – Sylvère Lotringer beim Berlin Documentary Forum 2
Beim diesjährigen Berlin Documentary Forum 2 kuratierte Sylvère Lotringer eine Sektion mit dem Titel "Framing Death". In drei Sessions führte er durch die Abende entlang des Verhält-nisses von Film und Tod. Widmete er sich in den ersten beiden Abenden der Arbeit eines Filmemachers, der Tatorte für die New Yorker Polizei per Video dokumentiert, stand der dritte Abend im Zeichen einer ästhetisch sublimierten, diffus-ödipalen Ménage à trois über den Tod im Film: Lotringer mäanderte durch die Fragmente von "Lightning Over Water" von Wim Wenders, der zusammen mit dem totkranken Nicholas Ray einen Film über einen sterbenden Maler machte.
„Schwarzer Ozean“ von Marion Hänsel
Die belgische Filmemacherin Marion Hänsel ("Als der Wind den Sand berührte", 2006) adaptierte für das Drehbuch zu "Schwarzer Ozean" autobiografisch inspirierte Erzählungen von Hubert Mignarelli, der sich als junger Mann selbst freiwillig zur französischen Marine auf dem Atoll verpflichtet hatte.
„Whatever Turns You On“ (Trailer) von Declan Cassidy
Das Grundrecht Fußball: Besondere Spiele erfordern besondere Maßnahmen. Der Protagonist in Declan Cassidys Kurzfilm muss einige Hürden überwinden, doch er hat einen Plan – wenn auch einen anderen, als manch einer vermuten würde… Cassidy heimste für seinen Fußball-Kurzfilm Preise bei mehreren Filmfesten ein. Die Fußballweisheit des Tages: Umberto Eco – „Der Fußball ist einer der […]
„Untitled“ (Juni12)
Interfilm-Organisator Matthias Groll über den Film: „So verdammt viele Filme kann man sich anschaun, im Kino, online und via Videothek, das Angebot ist immens. Wider die Informationsflut helfen Filter: Empfehlungen bei Twitter, Besprechungen in Magazinen (und bei BerlinerFilmfestivals.de!) und auch die Werbung zum Film. Vordrängeln ist in allen Tools angesagt und erlaubt, und wer zuerst […]
Zwischen psychedelisch und ethnographisch
Der in Chicago lebende Filmemacher, Videoartist, Kurator und Performer Ben Russell kuratiert beim diesjährigen Berlin Documentary Forum 2 einen peripheren Kinoraum, in dem Experimentalfilme parallel zum Programm als "Theater-im-Theater" gescreent werden.
18. Jüdisches Filmfestival Berlin & Potsdam
Zwischen Tradition und Post-Moderne: Eine filmische Reise durch ein artverwandtes Flair von Tel Aviv nach Berlin auf dem Jüdischen Filmfestival.
„Die Entlarvung“ von Nicolae Margineanu
Alltagsbestialitäten Folter – ein Wort das zwar Ablehnung hervorruft, aber dank wiederkehrender Zeitungsmeldungen zu den medialen Ballaststoffen gerechnet werden kann, die sich der normale Verbraucher Tag für Tag verabreicht. Zu der allgemeinen Gewöhnung an Schreckensbilder gesellen sich hier und da ein gewisser Unglaube. Einige (Nach)betrachter der GUS-Geschichte können oder wollen nicht akzeptieren, dass Folter nach […]
Waiting for Raoul – Ein Rückblick auf das 65. Filmfestival von Cannes
Es gehört zu den schönsten Traditionen an der Croisette, dass dort zu Beginn jedes Wettbewerbsbeitrages einem uralten Ritual gefrönt wird. Kaum ist der Festivaltrailer über die Leinwand gelaufen und sind die letzten Klänge Ennio Morricones aus „Days of Heaven“ verklungen, brüllt irgendwer laut und vernehmlich "RAOUL!" in den Saal – und alle lachen.
Asian Hots Shots findet 2012 nicht statt
Man kann es sich als Zuschauer in seinem Kinosessel gemütlich machen und fest daran glauben, dass das, was einem dort auf der Leinwand präsentiert wird, schon irgendwie von irgendwem bezahlt worden ist. Es ist bezahlt worden. Garantiert! In vielen Fällen, gerade im Bereich der Filmfestivals, ist die Bezahlung allerdings häufig nur virtueller bzw. ideeler Natur.
„Leb wohl, meine Königin!“ von Benoît Jacquot
Macht blendet, Macht zieht an. Das ist eine sehr triviale Aussage, aber darum geht es nun mal in "Leb wohl, meine Königin!". Wir befinden uns am Versailler Hof, als die Französische Revolution ausbricht.
„Artisten“ von Florian Gottschick
Als die Nacht hereinbricht über den Knast, werden die Lichter in den Zellen gelöscht oder angeknipst und das Zirkuszelt auf dem Gefängnishof wirkt wie eine indirekt beleuchtete absurd-groteske Montage - eine ziemlich schöne. Es ist vielleicht der unaufgeregteste Moment in Florian Gottschicks "Artisten" (DE 2011), einem Film, dessen interessante Grundidee unter der Vielzahl seiner Geschichten und seinem überzeichneten Drehbuch begraben wird.
Berlin Documentary Forum 2 im Haus der Kulturen der Welt
Flaniert man dieser Tage durch das frühsommerliche Berlin, fallen mindestens drei Plakatierungen ins Auge: dOCUMENTA 13, eine Seeed-Konzertankündigung, angesetzt für einen Zeitpunkt, der sich 1,5 Jahre in der Zukunft befindet - und die blutroten, schwarzdurchästelten Anschläge für das zweite Berlin Documtentary Forum im Haus der Kulturen der Welt vom 31. Mai bis 3. Juni.








