Im Magazin-Teil von Berliner Filmfestivals findet ihr alle Beiträge der Redaktion…

62. Berlinale

Die Retrospektive der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin entdeckt ein legendäres deutsch-russisches Filmstudio wieder: Meschrabpom-Film und ihr deutscher Zweig Prometheus schrieben in den Jahren 1922 bis 1936 Filmgeschichte.

3. Asian Film Festival im Haus der Kulturen der Welt

Gute Geschichten, ob nun auf dem Papier oder auf Zelluloid, beginnen mit einem gewissen Gleichgewicht. Dieses Gleichgewicht wird im Laufe der Geschichte gelöst, wenn nicht sogar zerstört, um es schließlich gegen Ende wieder zusammenzufügen. Nicht wenige Horrorfilme der 1980er spielen so beispielsweise auf das dysfunktionale Familienverhältnis in westlichen Gesellschaften an. Die Dysfunktionalität wird durch Figuren wie Freddy Kruger oder Michael Myers symbolisiert und sie erlauben es letztlich erst, dass die soziale Unordnung in ein soziales Gleichgewicht verwandelt wird.

6. Pornfilmfestival im Moviemento

Fünf Jahre sind vergangen, seit das Pornfilmfestival Berlin im Oktober 2006 zum ersten Mal die Kinosäle beglückte und einen ganzen Monat mit Filmen, Retrospektiven, Performances, Ausstellungen und Partys für Aufregung sorgte. 2011 ist das Programm so dicht wie nie zuvor. Vom 26. bis 30. Oktober wirft das Festival einen Blick zurück in die eigene Geschichte, zeigt ein Themenspecial zum Pornofilm der 70er Jahre und bietet gleichermaßen eine Perspektive auf aktuelle Tendenzen und Geschehnisse.

Verlosung: „The Future“

Als Sophie (Miranda July) und Jason (Hamish Linklater) in den Entschluss fassen, eine verletzte Katze zu adoptieren, entwickeln beide eine vollkommen neue Sichtweise auf ihr gemeinsames Leben. Erstmals in ihrem Leben übernehmen sie gemeinsam Verantwortung. Aber ab diesem Moment haben sie das Gefühl, nicht mehr genügend Zeit für all die Möglichkeiten zu haben, die ihnen […]

Filmtipp: Steven Soderberghs „Contagion“

Regisseur Steven Soderbergh inszeniert eine rasend schnell die Welt umspannende Krankheit, eine Pandemie, eine Seuche (engl.: "Contagion"), die weder vor Grenzen noch Kulturen halt macht. Parallelen zu Schweine- oder Vogelgrippe drängen sich auf. Der unkontrollierbare, als Teil des modernen Lebens verstandene und so gelebte internationale Jetset birgt gewisse Risiken und Nebenwirkungen, vor denen keine Packungsbeilage warnt.

Filmreihe: Claude Chabrol im Lichtblick

Sukzessiv gefolterte Charaktere, erhaben in ihrem banalen Verhalten - man weiß bei Chabrol nie so genau, ob man sich gerade ein Scheißhaus oder ein Pantheon anschaut. Romantik ist aber auch ein merkwürdiges Wort: Vielfach besetzt und schwer greifbar. Dazu wird sie noch allzu gerne mit Kitsch verwechselt

Viral Video Award 2011

Seit dem 17. Oktober kann man für den Publikumspreis des Viral Video Award 2011 abstimmen. Aus fast 500 eingereichten viralen Webvideos aus 35 Ländern haben die Organisatoren, die PR-Agentur Zucker.Kommunikation, interfilm Berlin und die Heinrich-Böll-Stiftung, 21 Finalisten nominiert, die auf www.viralvideoaward.com angesehen und bewertet werden können.

5. Kurzfilmfestival Oberschöneweide

Das Kurzfilmfestival Oberschöneweide geht in die fünfte Runde und wartet wieder mit einem kurzweiligen Programm am 21. und 22. Oktober im Kino Spreehöfe (Wilhelminenhofstrasse 89 a) in Oberschöneweide auf. Auch in diesem Jahr gab es überaus viele Einsendungen, "so dass es umso bedauerlicher ist, dass das Festival nicht eine Woche Zeit hat die Beiträge zu zeigen.“, wie Festivalorganisatorin Ulrike Jung erzählt.

Festivalmacher: Claus Matthes

Es ist nicht leicht, Claus Matthes zu finden. Doch irgendwo in Schöneberg, im x-ten Hinterhof, nach rechts, nach links und dann wieder nach oben, öffnet sich die Türe und Herr Matthes steht dahinter – und ist auch schon wieder verschwunden. Gelegenheit, ein wenig durch das loftartige Büro zu schlendern. Viel Beton, eine uralte Kinosessel-Garnitur, Hundefutter in Glasdosen und Zahnpasta auf der Toilette: Hier wird gearbeitet.

Vorbericht

Das trashigste Freigeist-Filmfestival aller Zeiten gibt sich wieder die Ehre. Für alle Liebhaber des schnellen, nicht all zu sicheren Schnittes, der programmatischen Parolenakrobatik und der Handykamera heißt es zugreifen, denn das NoDogma Kurzfilmestival lädt am 15.Oktober ins Widerstandsmuseum zur garantiert leicht verzögerten Vorführung.

„Restless“ von Gus van Sant

Dem Tod entgegen In schöner Regelmäßigkeit sorgt der amerikanische Regisseur Gus van Sant seit über 20 Jahren für Filmperlen, die zwischen Indie, Arthouse und Mainstream pendeln und nicht selten als Meisterwerke geadelt werden. Sein Schaffen, mit Meilensteinen wie „Drugstore Cowboy“ (1989), „Good Will Hunting“ (1997), „Elephant“ (2003) oder „Paranoid Park“ (2007) leben von einer ganz […]

Festivalbericht: Filmfest Eberswalde 2011

Schafe, die in Herden ihre Wege ziehen, ironisch gebrochen mit urban konnotierten Schlagworten, wie Rush Hour, Schnellimbiss oder Umweltzone, machen sich am Ende des Eberswalde-Festivaltrailers auf "nach Hause". Des Pudels Kern, die Provinziale, ist erreicht. Zwischen dem 1. und dem 8. Oktober 2011, rückte das Festival die Belange der Provinz in den Vordergrund.