Im Magazin-Teil von Berliner Filmfestivals findet ihr alle Beiträge der Redaktion…
achtung Berlin 2011: Festivalbericht
Im November 1964 fand im Berliner Friedrichstadtpalast die zwölfte Ausgabe des "Amiga Cocktail" statt, eine Musik-Revue der staatlichen Plattenfirma Amiga, live übertragen. Neben bekannten Schlagersänger traten hier auch ostdeutsche "Beat"-Bands wie die Sputnicks und das Franke Echo Quintett auf. Es sollte die letzte Live-Übertragung dieses Formats sein, denn während die Stars der Schlagerszene mit zurückhaltenem Beifall gewürdigt wurden, kochte der Saal, als das Franke Echo Quintett spielte.
filmPolska 2011: Festivalbericht
Tomasz Dabrowski ist anzumerken, dass die in den Tagen vor Beginn von filmPolksa stetig steigende Anspannung langsam weicht. Er steht vor der Leinwand im Kino 1 der Hackeschen Höfe, wo sich die eine Hälfte es Publikums versammelt hat, die den Eröffnungsfilm "Zero" mit deutschen Untertiteln sehen wird, während nebenan die andere Hälfte das gleiche Programm mit englischen Verständnishilfen vorlieb nimmt.
Achtung Berlin 2011: Die Gewinner der New Berlin Awards
Die siebte von Achtung Berlin ist zu Ende. Berlins drittgrößtest Filmfestival, das alljählich Produktionen aus oder mit Bezug zu Berlin und Brandenburg haben, feierte gestern Abend (24. April) im Babylon Mitte seinen Abschluss mit einer feierlichen Preisverleihung. Die große Gewinnerin des Abends heisst Verena S. Freytag, die mit ihrem Film "Abgebrannt" den New Berlin Film Award in der Kategorie "Bester Spielfilm" gewann
Türkische Filmwoche: Festivalbericht
Chaos um die Plätze, gleich am Eröffnungsabend. Viele sind zur Gala in das Cinema Paris gekommen und suchen im Parkett aufgeregt nach freien Plätzen. Stau in den Gängen. Doch die Veranstalter verhelfen mit unglaublich guter Laune und Geduld jedem zu einem Platz. Lediglich im 1. Stock konnte man schon früh zwei echte Berliner nörgeln hören, die über die "schlechte Organisation" meckerten, weil die Türen zum Rang nicht schon 30 Minuten vor Einlass geöffnet wurden.
Filmeinreichungen sichten bei Interfilm
Bestimmen was läuft? Über 1000 Filmeinreichungen aus aller Welt haben die Organisatoren von Interfilm bereits erreicht, 5000 werden es vermutlich werden. Um diese Menge an Kurzfilmen zu bewältigen, braucht es natürlich viele Augen und Meinungen. "Den Sommer über ziehen wir die Gardinen zu und konzentrieren uns auf die Kurzfilmkunst, die Besten der Einreichungen zu finden, um diese den Programmkuratoren zu empfehlen."
„Endlich genug?“ im Moviemento und Kino Lichtblick
Wer kennt es nicht, dass der Drucker, die Jeans, die Kamera nach nicht all zu langer Zeit irreparabel scheinen und man etwas Neues kauft, das dann wahrscheinlich wieder nicht auf ewig hält? So verhält es sich u.a. mit Gebrauchsgütern in einer kapitalistisch, also auf Wirtschaftswachstum ausgerichteten Gesellschaft. Doch wie lange ist das in Anbetracht der Tatsache, dass unsere Ressourcen endlich sind, möglich? Haben wir 'Endlich Genug'?
Achtung Berlin 2011: Auf halber Strecke
Ist ein Glas bei einer Füllmenge von fünfzig Prozent halbvoll oder halbleer? Die Sichtweise macht den Unterschied. Aus psychologischer Perspektive könnte man auch sagen, hinter halbleer verbirgt sich eine pessimistische Grundhaltung des Betrachters. Als halbvoll dagegen betrachtet der Optimist sein Glas. Im Fall von achtung berlin lohnt sich die letztere Perspektive, denn der diesjährige Jahrgang mit seinen knapp 80 Spiel- und Dokumentarfilmen ist ein starker, wie die Filme der Brüder Laas ("Frontalwatte", "Papa Gold") und Richard Wilhelmers ("Adams Ende") oder Ivette Löckers "Nachtschichten" zeigen.
Festivalbericht: 1. Musik-Film-Marathon
Die schönste Frühjahreswoche haben die Organisatoren Helma Schleif und Andreas Malliaris ausgewählt, um den ersten Musik-Film-Marathon in das Orbit der Berliner Filmfestivals zu schießen. Der Lenz ist da, der Lenz ist da und hat auch unsere graue Hauptstadt erreicht. Vor der Charlottenburger Kurbel wird das Bier auf den hölzernen Zierbänken eingenommen, die Nächte sind lau, das alte Berlin ist grün und die Lettern des Kinos beleuchten den Meyerinckplatz.
Delicatessen – Das Berliner Tischgespräch im April 2011 – Teil 2
Im zweiten Teil der April-Ausgabe von Delicatessen – Das Berliner Tischgespräch sprechen Regisseur Andres Veiel, Festivalmacher Hajo Schäfer, Journalistin Cristina Nord und Regisseur RP Kahl über Filmkritiken und ihren Einfluss, das französische Kino und Gaspard Noé, Gudrun Ensslin und "Wer wenn nicht wir" sowie den Deutschen Filmpreis...
Delicatessen – Das Berliner Tischgespräch im April 2011
Bei „Delicatessen – Das Berliner Tischgespräch“ bringen wir einmal im Monat wichtige Köpfe der Berliner Filmlandschaft an den Tisch des Nobelrestaurants Mesa im Hyatt. In unserer April-Ausgabe unterhielten sich Dokumentarfilm-Pabst und Regisseur von „Wer wenn nicht wir“ Andres Veiel, die Film-Journalistin Cristina Nord (taz), Regisseur und – wie wir erfahren – Ex-Schauspieler RP Kahl (u.a. […]
Festivalbericht 2011 – Pop ist betrügende Geschichte
Pop ist betrügende Geschichte. Seit über sechs Dekaden bevölkern sie unsere Gehörgänge, zieren unsere Wände, stellen unsere Jugenderinnerungen und prägen uns für das gesamte Leben – Rockmusiker. Sie sagen der Gesellschaft die Wahrheit auf den Kopf zu, indem sie uns vorführen, was ihnen unausgesprochen zu Füßen liegt. Schließlich treiben sie es auf die Spitze: Ausbeutung, Konkurrenz, Glanz und Macht gewonnen anscheinend ohne Arbeit, zerronnen im abrupten Fall.
Shorts Attack: Zombie Love
Sie kommen meist nachts, laufen verstört durch die Welt und wollen uns an den Kragen: Zombies. Richtig schlimm wird es, wenn sie, wie in vielen Filmen des Kultregisseurs George A. Romero, in Massen auftreten. In kleineren Gruppen oder gar allein sind sie dagegen meist harmlos, da eher behäbig. Doch nicht immer, man erinnere sich an "28 Days Later". Was der Angegriffene grundlegend benötigt, ist ein wenig Grips.









