achtung 2019: Die Highlights



achtung berlin feiert seine 15. Festivalausgabe, zum 15. Mal heißt es zwischen 10. und 17. April 2019 wieder Film made in Berlin. Die Hauptstadt dient dabei nicht nur als Filmschauplatz, sondern als wichtiges identitätsstiftendes Element, welches den Figuren genügend Raum gibt sich zu entfalten, sich auszuprobieren, sich zu verlieren und aber auch sich selbst zu finden. Im Zentrum natürlich der Wettbewerb, aber auch die anderen Sektionen laden zum Entdecken ein. Die Werke gewähren uns Einblick in die melancholische und teils lustige Sinnsuche in der Großstadt. Ebenso sehen wir Seiten der Verzweiflung, Unruhe und Rastlosigkeit, die ein grauer Alltag in einer anonymen Metropole mit sich bringen mag. Die Gegensätze von (Stadt)rand und/oder Landleben werden ebenso thematisiert, so wie die Fragestellung, ob man sich zwischen Moderne und Tradition entscheiden muss oder beides vereinen kann. Kulturelle Unterschiede, soziale Ungleichheiten, große Sinnkrisen und kleine Tagträume und die Suche nach Glück beschäftigt nicht nur die Figuren auf der Leinwand, sondern gibt dem Publikum auch die Möglichkeit über die eigene Lebensrealität zu reflektieren.

Teresa Vena und Stefanie Borowsky haben sich für Berliner Filmfestivals im Programm umgesehen und folgende Tipps für euch…

Kim hat einen Penis

Darum geht es:
Angeblich aus purer Neugier nutzt Kim ihren Zwischenhalt in der Schweiz, um sich in einer Privatklinik einen Penis annähen zu lassen. Das geht, ohne Hormonbehandlung, ambulant und das Glied ist auch sogleich funktionsfähig. Genau darum geht es Kim auch, ihn möglichst bald einzusetzen. Nur blöd, dass ihr Freund nichts von ihrem Vorhaben wusste und im Wortsinn darauf gestoßen wird. Die Beziehung bekommt eine neue Dynamik. Kims Experimentierdrang lässt ihrem Freund keine Zeit, sich der Situation anzupassen oder diese gar richtig zu begreifen. Als weiterer Störfaktor nistet sich die gemeinsame Freundin des Paares in der Wohnung ein, weil ihr Partner eine andere Frau geschwängert hat. Genauso turbulent wie sich die Kombination liest, entwickelt sich die Beziehungskomödie tatsächlich. Und ein interessantes Gedankenexperiment bietet sie auch.

Was du zum Film wissen musst:
Philipp Eichholtz nimmt in seinem aktuellen Film die Unterschiede zwischen den Geschlechtern wörtlich. Was passiert, wenn eine Frau sich genau das äußerliche männliche Merkmal zulegt, dabei alles andere biologisch Weibliche behält? Eichholtz stellt erneut die Beziehung zwischen Mann und Frau auf den Prüfstand. Junge Menschen, deren Umfeld als liberal und frei gilt, aber bei zwischenmenschlichen Bindungen der Aufbruch von Vorbildern und Konventionen sich in Hilflosigkeit ausdrückt, stehen auch im Mittelpunkt von „Liebe mich„, „Luca tanzt leise“ oder zuletzt „Rückenwind von vorn„, der 2018 die Perspektive Deutsches Kino eröffnete. Die Hauptrollen in „Kim hat einen Penis“ übernehmen mit Martina Schöne-Radunski, wie in „Luca tanzt leise„, und Christian Ehrich aus „Liebe mich!„, alte Vertraute von Eichholtz. – TV

Weiterlesen: Unsere ausführliche Kritik „Das Ding zwischen den Beinen“ zum Film…

Termine bei Achtung Berlin:
Mittwoch, den 10. April um 19:30 Uhr, Kino International, Eröffnung
Freitag, den 12. April um 20 Uhr, Schukurama Beeskow
Samstag, den 13. April um 15 Uhr, Schukurama Beeskow
Samstag, den 13. April um 18:30 Uhr, City Kino Wedding
Sonntag, den 14. April um 22:15 Uhr, Babylon 2

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8. April 2019 | In achtung berlin

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