67. Berlinale

(29 Artikel)


  • “Die andere Seite der Hoffnung” (OT: “Toivon tuolla puolen”) von Aki Kaurismäki

     Komplementärfarben der Menschlichkeit Helsinki in Finnland, zwei Schauplätze. Wikström, ein in die Jahre gekommener Hemden- und Krawattenvertreter trennt sich wortlos von seiner trinkenden Frau und startet mit einem nicht ganz unbedeutenden Pokergewinn noch einmal ganz neu – als Wirt eines heruntergekommenen Restaurants. Der junge Syrer Khaled gelangt als blinder Passagier auf einem Transportschiff nach Finnland. […]

  • “Innen Leben” (OT: “Insyriated”) von Philippe Van Leeuw

    Mutter Courage Im Badezimmer stehen die Zahnbürsten in Reih und Glied, den Esstisch bedeckt ein weißes Tischtuch, die Wände eines Kinderzimmers sind mit Dave Matthews Postern und russischen Astronautenträumen plakatiert, ein Mädchen sitzt knutschend mit ihrem Freund in einem der vielen Schlafzimmer und im Wohnzimmer macht der Großvater mit dem Jüngsten Hausaufgaben. Durch die Betonvergitterung […]

  • “Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes” von Julian Radlmaier

    Auf den Hund gekommen Weil er keine Drehbuchförderung bekommt, legt das Arbeitsamt dem jungen Regisseur nahe, sich unter die Erntehelfer auf einer Apfelbaumplantage zu mischen und nützlich zu machen. Um vor seinen Freunden nicht schlecht dazustehen und seiner Flamme zu imponieren, erklärt er die Situation zur Recherche für seinen neuen Film. Spontan schließt sich ihm […]

  • “The Dinner” von Oren Moverman

    Karten auf den Tisch Schon unter normalen Umständen legt Paul wenig Wert auf ein Abendessen mit seinem Bruder und dessen Frau, doch der aktuelle Anlass sorgt noch viel mehr für Unwohlsein. Zwischen teurem Wein und exklusiven Speisen gilt es nämlich, über die jeweiligen Kinder zu sprechen, die sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben. Die Brüder […]

  • Interview mit Regisseur Julian Radlmaier zu “Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“

    In der Sektion Perspektive Deutsches Kino der Berlinale feierte “Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes” vom jungen Regisseur Julian Radlmaier seine Weltpremiere. Im Interview mit Berliner Filmfestivals spricht Radlmaier über seine literarischen und visuellen Inspirationsquellen, die Wichtigkeit einer politischen Aussage im Film und über sein Verständnis von Demokratie.

  • “Tiger Girl” von Jakob Lass

    Krawall und Remmidemmi Maggy ist blond, süß, ziemlich brav und ganz schön angepasst. Weil Sie durch die Polizistenprüfung fliegt, beginnt sie eine Ausbildung bei einem privaten Sicherheitsdienst. Sie ist die einzige Frau inmitten einer bunten Truppe aus aufgepumpten Jungs mit Migrationshintergrund – Türsteher-Klientel – und ein paar verpeilten, aber sympathischen Verlierertypen, die wahrscheinlich vom Arbeitsamt […]

  • “Karera ga Honki de Amu toki wa” (“Close Knit”) von Naoko Ogigami

    Kirschblüten, Wollpenisse und Tintenfischwürstchen Die elfjährige Tomo ist auf sich alleine gestellt: Ihre alleinerziehende berufstätige Mutter kommt jeden Abend spät und meistens betrunken nach Hause. Dort stapeln sich der Müll, die Wäsche und das schmutzige Geschirr. Zu Essen gibt es jeden Tag nur Reisbällchen aus dem Konbini – dem japanischen Spätkauf. In der Schule ist […]